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05-04-2006 Russland und die Vogelgrippe
Forscher in Westsibirien untersuchen Zugvögel auf Infektion mit Vogelgrippe
Im Gebiet Nowosibirsk haben Forscher begonnen, Zugvögel auf eine Infektion mit dem Virus H5N1 zu untersuchen. Der Laborchef des zuständigen Forschungsinstituts für Systematik und Ökologie der Akademie der Wissenschaften, Alexander Jurlow, hat in einem Interview für RIA Novosti erläutert, dass Gruppen von Wissenschaftlern, Ornithologen und Virologen in die ländlichen Gegenden gereist sind, wo eine Konzentration von Zugvögeln zu beobachten ist.

Sie würden bei den ersten eintreffenden Zugvögeln Proben nehmen, um festzustellen, wie hoch die Einschleppungsgefahr ist. Damit sollen die Früherkennung erleichtert und, je nach Notwendigkeit, Vorbeugemaßnahmen in die Wege geleitet werden.

Die Gefahr des Einschleppens des Virus H5N1 durch Zugvögel sei in der Region sehr groß, weil sie aus allen Richtungen von dem Durchzug betroffen sei. Noch handele es sich nur um die erste Welle, doch Ende April werde es zu einem massenhaften Wanderzug von Zugvögeln kommen.

Um die Infektionsgefahr zu verringern, rät der Fachmann zu einer strikten Unterbindung von Kontakten zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel in ländlichen Gebieten. Die Bevölkerung dürfe ihr Vieh auf keinen Fall frei außerhalb der Wirtschaften herumlaufen lassen. Außerdem plädiert er für die Impfung des Hausgeflügels in den Risikozonen.

Beim ersten Ausbruch der Vogelgrippe in der Region im Sommer 2005 konnte eine Ausbreitung des eingeschleppten Virus und ein massenhaftes Vogelsterben mit Hilfe von Wissenschaftlern nur mit Mühe eingedämmt werden. In den bereits betroffenen Gebieten kam es zu Notschlachtungen, wobei mehr als 100 000 Tiere getötet wurden. Die Bevölkerung hat eine Entschädigung bekommen. [ RIA Novosti ]