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14-03-2006 Russland und die Vogelgrippe
Russische Eisenbahnen treffen Vorsorge gegen Vogelgrippe
Die Leitung der Russischen Eisenbahn AG (RZD) hat ein Notfallprogramm verabschiedet, mit dem gegen die Verbreitung der Vogelgrippe bei Schienentransporten Vorsorge getroffen wird. In einer Pressemitteilung des Unternehmens wird festgestellt, dass die bereits bestehenden Maßnahmen der Prophylaxe von der russischen Seuchenaufsicht zwar als hinlänglich gebilligt worden seien. Dennoch sei ein Krisenstab gebildet worden, der bei der Erkrankung von Passagieren tätig werden soll.

Mit einem Komplex von Maßnahmen der Seuchenbekämpfung sollen alle Erscheinungen von Vogelgrippe unter Kontrolle gebracht und ihre Ausbreitung unterbunden werden. So ist das in der Personenbeförderung eingesetzte Personal mit Schutzmitteln ausgestattet worden. Für Fernzüge stünden in ausreichendem Umfang Desinfektionsmittel bereit. In besonderen Fahrtenbüchern müssten Krankheitsfälle bei Passagieren festgehalten werden, die dem medizinischen Personal an den Bestimmungsorten ausgehändigt werden müssen.

Das Personal muss laut Festlegung die Passagiere in den Bahnhöfen und den Personenzügen über individuelle und allgemeine Prophylaxemaßnahmen aufklären. Die Hygieneinspektion sei außerdem gehalten, spezielle Kontrollen in den Speisewagen sowie in den Versorgungseinrichtungen in Krankenhäusern, Bahnhöfen und Erholungsheimen für Eisenbahner vorzunehmen.

Das medizinische Personal, durch spezielle Kurse auf die entstandene Lage vorbereitet, werde sich außerdem vorrangig um Reisende aus der Türkei und anderen Staaten kümmern, wo Fälle der Erkrankung von Menschen an der Vogelgrippe registriert sind.

In der Pressemitteilung wird darauf verwiesen, dass ein Vorrat an prophylaktischen Mitteln angelegt worden sei. "Für den Fall, dass Erkrankungen mit den Symptomen der Vogelgrippe auf den Bahnhöfen oder in den Zügen festgestellt werden, sind alle nötigen Medikamente vorhanden, um die Kranken ärztlich zu betreuen." Vor allem gelte die Bevorratung mit Desinfektionsmitteln für Bahnhöfe und Züge mit internationalem Verkehr. Für diese Einrichtungen seien auch besondere Vorschriften für die Reinigung festgelegt worden.

Der Chefhygienearzt der RZD hat schließlich angeordnet, dass die Verwaltungen in den Regionen, die von der Vogelgrippe betroffen sind, erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen haben. Eine ärztliche Dienstbereitschaft rund um die Uhr und ein ständig funktionierendes Informationssystem sind laut Instruktion einzurichten. (RIA)