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02-03-2006 Russland und die Vogelgrippe
Vogelgrippe in sieben Geflügelfarmen und 18 Ortschaften Südrusslands
Im Föderalen Verwaltungsbezirk Süd sind sieben Geflügelfarmen und 18 Ortschaften von der Vogelgrippe betroffen. Nach Angaben, welche die zuständige Regionalverwaltung des Zivilschutzes am Donnerstag der RIA Novosti gemacht hat, sind 121 von insgesamt 128 Geflügelfarmen im Verwaltungsbereich zu Sperrgebieten erklärt worden. In jedem Objekt seien außerdem Notstäbe gebildet worden, die bei Anzeichen einer Seuchengefahr die Quarantäne verhängen.

Schließlich werden auch Reisende aus den angrenzenden Staaten verstärkt kontrolliert, so der Gesprächspartner der RIA Novosti. Im Föderalbezirk seien 56 Hygienestationen errichtet worden.

Um den gesamten Vogelbestand zu impfen, werden in etwa 21,5 Millionen Dosen Vakzine benötigt. Für den vorbeugenden Impfschutz von Menschen bedürfe es noch einmal ungefähr 22 Millionen Dosen.

In den 522 Gesundheitseinrichtungen seien für 40 500 Betten vorbereitet worden, davon auf Isolierstationen 2 500. Der Gesprächspartner von RIA Novosti ließ ferner wissen, dass mehr als 2 000 öffentliche Gebäude festgelegt worden seien, wo provisorische Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden können und ein Vorrat von Medikamenten angelegt wird.

Die privaten Geflügelhalter seien schließlich angehalten worden, ihre Tiere nicht frei herumlaufen zu lassen.

Die Pressestelle stellte in diesem Zusammenhang fest, es sei verfrüht, von einer Seuche zu sprechen. Gegenwärtig handele es sich um den Ausbruch einzelner Infektionen. "Die Komplexmaßnahmen wurden für den Fall ergriffen, dass eine Epidemie ausbricht", hieß es beim Zivilschutz. (RIA)