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01-03-2006 Russland und die Vogelgrippe
Potentieller Vogelgrippeherd in Georgien faktisch liquidiert
Der potentielle Herd für die Verbreitung des Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 im adscharischen Ort Adlia "ist faktisch liquidiert worden". Das teilte der georgische Premier Surab Nogaideli am Dienstag, nach Abschluss einer Regierungssitzung Journalisten mit, berichtet die Agentur "Novosti-Grusia".

Im Rayon Chelwatschauri, Adscharien (georgische teilrepublik), war am vergangenen Samstag der Ausnahmezustand erklärt worden, nachdem in der Nähe von Adlia vermutlich am H5N1-Virus gestorbene Schwäne entdeckt worden waren. Um die Verbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, beschloss die adscharische Regierung, in elf Dörfern in einem Radius von drei Kilometern zu Adlia das Hausgeflügel zu vernichten.

Laut Nogaideli wird noch zwei Tage gearbeitet. Daraufhin soll der Ausnahmezustand aufgehoben werden.

Als "lächerlich" bezeichnete Nogaideli die Äußerungen der georgischen Opposition, denen zufolge die Verhängung des Ausnahmezustands über Chelwatschauri mit den bevorstehenden Kommunalwahlen verbunden sei.

"Die Opposition weiß ohnehin, dass wir die Kommunalwahlen gewinnen werden", betonte der georgische Regierungschef. Die in dem Rayon eingeleiteten Maßnahmen seien mit der Vernichtung von Hausgeflügel sowie mit der zeitweiligen Einziehung der Jagdwaffen verbunden, so Nogaideli.

Der Premier fügte hinzu, dass die Arbeit der Krisenstäbe zur Bekämpfung des Vogelgrippe-Virus am See Paleastomi, wo früher ebenfalls tote Vögel entdeckt wurden, und in der Kolchischen Tiefebene (Westgeorgien) verstärkt wurde.

Wie der georgische Finanzminister Alexej Alexischwili informierte, wird die Regierung des Landes nach Abschluss der unaufschiebbaren Arbeiten zur Verhinderung der Vogelgrippe die Frage der Entschädigung der Bevölkerung für das vernichtete Hausgeflügel erörtern. (RIA)