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28-02-2006 Russland und die Vogelgrippe
Zivilschutz registriert Vogelgrippe in Südrussland
In den letzten Tagen haben sich die Informationen des russischen Zivilschutzes über Fälle der Vogelgrippe gehäuft. In Dagestan musste der Bestand einer Geflügelfarm von 180 000 Hühnern notgeschlachtet werden, nachdem bei Laboruntersuchungen an verendeten Tieren der Virus der Vogelgrippe nachgewiesen worden war. Nur das Junggeflügel, welches gesondert gehalten wird, ist laut der Pressestelle der Regionalverwaltung Süd unangetastet geblieben. Über die Geflügelfarm sei eine Quarantäne verhängt worden. Nach vorliegenden Angaben haben sich Menschen nicht infiziert.

Ein Geflügelsterben ist auch in einer Farm der Region Krasnodar festgestellt worden. Insgesamt seien dort 102 000 Tiere verendet, davon allein in den letzten Tagen 19 700 Hühner. Bei Labortests sei die atypische Geflügelpest (Newcastle-Krankheit) festgestellt worden, so der Gesprächspartner von RIA Novosti.

Die regionale Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Hygiene- und Sanitärvorschriften eingeleitet.

Die Regionalverwaltung Süd des Zivilschutzes meldet außerdem ein Vogelsterben aus der Republik Kalmückien, wo in den letzten Tagen 34 Tiere verendet sind. Ihre Überreste würden verbrannt. Inzwischen würden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um ein Ausbreiten der Vogelgrippe zu verhindern. So habe die Rayonverwaltung des betroffenen Gebiets die Hofhaltung von Geflügel und die tägliche veterinärmedizinische Kontrolle des Viehbestandes angeordnet. Verboten worden sei, Fleischprodukte aus dem Ort abzutransportieren. Auch die Einwohner würden unter ärztlicher Aufsicht stehen.

In Sibirien hat der Zivilschutz unter Leitung seines regionalen Chefs unterdessen eine Kommandostabsübung eingeleitet, bei der das Zusammenwirken der regionalen Organe bei der Verhinderung und Vorbeugung von Katastrophenfällen auf dem Programm steht. Bei der Übung sind mehr als 1 000 Mann und verschiedene Technik im Einsatz.

Die Pressestelle erläuterte, dass es in diesem Zusammenhang nicht zuletzt darum geht, auf den Frühlingszug der Wandervögel nach und durch Sibirien vorbereitet zu sein. Mehr als 250 Vögelarten würden den Raum von Ostasien und Australien kommend in Richtung Westsibirien durchziehen. (RIA)