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28-02-2006 Russland und die Vogelgrippe
Weiterer H5N1-Nachweis auf südrussischem Geflügelhof
Das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 ist erneut auf einem Geflügelhof in Russland aufgetreten. Der Erreger sei bei Tieren nachgewiesen worden, die in einem Zuchtbetrieb in der südrussischen Region Stawropol verendet waren, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax. Proben der Vögel seien in einem Labor im zentralrussischen Wladimir positiv getestet worden, sagte der Chef der regionalen Veterinäraufsichtsbehörde, Viktor Parachin, der Nachrichtenagentur.

Fachleute des russischen Katastrophenministeriums hatten bereits am Sonntag die Befürchtung geäußert, die Vogelgrippe könne sich im gesamten Südrussland ausbreiten. "Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass die Vogelgrippe sich im Gebiet der südlichen föderalen Region ausbreitet und Geflügelhöfe befällt", erklärte der Krisenstab des Ministeriums. Der Föderationskreis Südrussland, zu dem auch die Kaukasusrepubliken Tschetschenien und Dagestan zählen, ist knapp 600.000 Quadratkilometer groß.

Bisher traten Vogelgrippefälle nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums bereits in sechs südlichen Verwaltungseinheiten auf; in vier Regionen war Zuchtgeflügel befallen, in den anderen beiden Regionen lediglich Wildvögel. Landwirtschaftsminister Alexei Gordejew hatte vergangene Woche die Vogelgrippe-Impfung des gesamten Zuchtgeflügels entlang der Vogelzugrouten angekündigt.