Veranstaltungsreihe „Die Ukraine – Europäische Reflexionen“, Teil 1

Die Gesprächsreihe „Die Ukraine – Europäische Reflexionen“ mit Intellektuellen aus der Ukraine, Polen und Deutschland beleuchtet die Erwartungen der unterschiedlichen Strömungen in der ukrainischen Protestbewegung, den Blick von Intellektuellen aus und auf die Ukraine, die politischen Handlungsspielräume zur Überwindung der Staats- und Souveränitätskrise, sowie Optionen einer künftigen Orientierung der Ukraine in Europa.

Die Ukraine steckt in einer tiefen Krise. Nach der breiten Protestbewegung gegen die autoritären und korrupten Strukturen des Regimes Janukowytsch, nach dem politischen Umsturz und nach der vermeintlichen Annexion der Krim durch die Russische Föderation gilt es, das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Koordinatensystem des Landes neu zu justieren.

Aber nicht nur die Stabilität und territoriale Integrität der Ukraine sind bedroht, sondern auch die Sicherheit in Europa. Gerade in Phasen der Dynamik und der Unübersichtlichkeit ist es nötig, innezuhalten und nachzudenken. Politik und Öffentlichkeit haben Bedarf an Aufklärung und Erklärung, an Reflexion und Einordnung.

Die Gesprächsreihe „Die Ukraine – Europäische Reflexionen“ mit Intellektuellen aus der Ukraine, Polen und Deutschland beleuchtet die Erwartungen der unterschiedlichen Strömungen in der ukrainischen Protestbewegung, den Blick von Intellektuellen aus und auf die Ukraine, die politischen Handlungsspielräume zur Überwindung der Staats- und Souveränitätskrise sowie Optionen einer künftigen Orientierung der Ukraine in Europa.

Teil 1: „Der Maidan als Agora“

In der Ukraine ist die Zeit explodiert. Was gestern undenkbar erschien, ist heute Realität. Aus einer lokalen Demonstration gegen die autokratische Entscheidung von Präsident Janukowytsch, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen, entstand eine breite Protestbewegung: der Euromaidan.

Die Ukrainer protestierten für die Menschenwürde und die Grundrechte, für die Rechtsstaatlichkeit und die Prinzipien der Demokratie. Der Versuch des autoritären Regimes, die Protestbewegung mit Gewalt zu unterdrücken, kostete 100 Menschen ihr Leben. Und führte zum politischen Umsturz und der Bildung einer neuen Regierung.

Der Euromaidan war die größte Protestbewegung in Osteuropa seit der Solidarność. Wer waren diese Menschen und wie gelang es, so viele zu mobilisieren? Der öffentliche Raum wurde zu einem Ort der Selbstorganisation und der politischen Teilhabe. Welche Handlungsräume eröffnete sich der Euromaidan? Und kann die Protestbewegung über den
politischen Umbruch hinaus Impulse für eine qualitative Veränderung der Zivilgesellschaft liefern? Was bleibt vom Euromaidan?

Es diskutieren Kateryna Mishchenko und Mustafa Nayyem, beide aus Kiew. Moderiert wird der Abend von Manfred Sapper, dem Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin.

Die Diskussion findet mit Übersetzung in deutscher und ukrainischer Sprache statt. Eintritt 5,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro.  Anmeldung erbeten an: office@dgo-online.org.

15. April 2014, 20:00 Uhr

Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin

Selbstverständlich werden wir Sie über die weiteren Termine der Gesprächsreihe „Die Ukraine – Europäische Reflexionen“ bei russland.RU informieren.