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04-11-2004 USA - Wahl
Lukaschenko: US-Wahlergebnisse irrelevant für Beziehungen zwischen Weißrussland und USA
Die Wahlergebnisse in den USA werden die Beziehungen zwischen Weißrussland und den Vereinigten Staaten auf keine Weise beeinflussen. Das sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Donnerstag vor Journalisten in Minsk.

„Ich kümmere mich kaum um die Ergebnisse der US-Wahlen. Sie werden unsere Beziehungen auf keine Weise beeinflussen", hieß es. Die Weißrussen seien „offene Menschen" und bereit, mit den Amerikanern zu kooperieren.

„Wollt ihr mit einem Staat im Zentrum Europas kooperieren? Bitte, wir sind dafür bereit. Drängt uns aber eure Werte nicht auf", so Lukaschenko.

Eine Präsidentenwahl nach US-Standards sei in Weißrussland unzulässig. „Hätten wir die Wahl bei uns so abgehalten, wie die Amerikaner ihren Präsidenten gewählt haben, so hätte man uns bereits mit Panzern niedergewalzt." Das Ergebnis der US-Präsidentenwahl war laut Lukaschenko voraussagbar.

Weißrusslands Staatschef hat sich auch zur Präsidentenwahl in der Ukraine geäußert, deren erster Wahlgang am vergangenen Sonntag stattgefunden hatte.

Die Ukraine ist zu einer engen Freundschaft mit Weißrussland und Russland verurteilt, hieß es. Der neue Präsident werde gezwungen sein, diese Politik zu betreiben. „Eine andere Politik würde der ukrainischen Wirtschaft schaden", so Lukaschenko. „Falls es doch zu einer politischen Kursabweichung kommt, so wird das vorübergehend sein. Dann stabilisiert sich alles wieder." Auf jeden Fall werde die Kooperation weiter gehen.

Wen die Ukrainer auch wählen, ihr Präsident wird von allem „proukrainisch" sein, hieß es weiter.

Lukaschenko sagte, er sei über die Spaltung in der ukrainischen Gesellschaft besorgt. Die Gesellschaft sei in zwei fast gleiche Teile gespalten. „Das ist schlecht und gefährlich", so Lukaschenko. „Es wäre sehr unerwünscht, wenn sich ein Teil der Gesellschaft aufbäumt und das Wahlergebnis in Zweifel zieht." (RIA)