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02-11-2004 USA - Wahl
51 Prozent der russischen Amerikaner sind für Bush und 46 für Kerry
51 Prozent der in den USA lebenden Auswanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Russland werden am 2. November ihre Stimmen für den jetzigen US-Präsidenten George Bush abgeben. Für dessen Gegner, John Kerry, werden 46 Prozent stimmen.

Dies ergab eine Umfrage, die vergangene Woche vom russischsprachigen Fernsehsender RTN durchgeführt wurde.

Allein in New York, dessen Vororten und den anliegenden Gebieten der Bundesstaaten New Jersey und Connecticut leben mehr als eine Millionen Russen. 500 000 bis 700 000 von ihnen sind laut Angaben des Ressortleiters Meinungsforschung des Unternehmens Press Release Group Ilja Meerson wahlberechtigt.

Das ist nicht wenig, zumal allein in New York am Dienstag rund vier Millionen Menschen ihre Stimmen abgeben wollen, wie der Chef der städtischen Wahlkommission, John Ravitz, der RIA Nowosti mitteilte. „Mit anderen Worten: Die Stimmen der Russen sind für den Ausgang der Abstimmung in New York zwar nicht ausschlaggebend, werden ihn aber wesentlich beeinflussen", meinte Meerson.

„Obwohl New York traditionell als Domäne der Demokraten gilt, fallen die Auswanderer aus der ehemaligen Sowjetunion aus dem Rahmen. „Die russischsprachige Gemeinde hat mehr Vertrauen zu republikanischen Präsidenten. So hat es sich seit Ronald Reagan eingebürgert", sagte Valeri Weinberg, Chefredakteur von „Nowoje russkoje slowo" („Das neue russische Wort"), der ältesten nicht-englischsprachigen Tageszeitung in den USA, die seit 94 Jahren herausgegeben wird.

„Im Unterschied zu Kerry lässt Bushs Wahlteam unsere Gemeinde nicht unbeachtet", erzählte Weinberg. „Unlängst gab der Präsident unserer Zeitung ein Interview, in dem er auf die für uns akuten Fragen antwortete. Das ist zweifellos eine Anerkennung der wachsenden Rolle der russischen Amerikaner im Leben des Landes."

In dem Interview für „Nowoje russkoje slowo" hätte Bush die russische Gemeinde als „ein Vorbild der Erfüllung des amerikanischen Traums" bezeichnet. Das entspricht in vieler Hinsicht der Wirklichkeit, sagte Meerson. Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines russischsprachigen Einwohners des „Großen New York" betrage nämlich 45 000 Dollar und läge somit um 9 000 Dollar über dem Jahreseinkommen eines durchschnittlichen New Yorkers. (RIA)