USA weiten Sanktionsliste gegen Russland aus

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Die USA haben die Liste der sanktionierten Personen und Organisationen erweitert, erklärte der US-Finanzminister am Dienstag.

Nach seiner Aussage geht es um zehn Personen und Organisationen, die auf vier getrennte Listen gesetzt werden sollen.

Die sanktionierten Personen sind Gennady Timchenko, Arkadi Rotenberg, Boris Rotenberg sowie Ischmasch und Ishewski Mekhanichesky Zavod AG (auch als Baikal bekannt), die alle der schweren und anhaltenden Umgehung von Sanktionen beschuldigt werden, so die Erklärung.

Die Führer der selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk wurden auf eine separate Liste gesetzt. Unter den sanktionierten LVR-Offiziellen sind auch der Vorsitzende des Ministerrates der Republik, Gennady Tsypkapov, der amtierender stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates Vassily Nikitin und Justizminister Sergey Kozyakov.

Der Vertreter der Lugansker Volksrepublik (LVR) bei der Kontaktgruppe für die Ukraine, Vladislav Deinego, steht ebenfalls auf einer der Listen. Er sagte am Dienstag, er sei durch den Anblick seines Namens auf einer erweiterten US Sanktionsliste erstaunt und er fügte hinzu auch „geschmeichelt“ gewesen. Der Umgang mit den Sanktionen zeige das wahre Gesicht Washingtons bezüglich der Beilegung der Streitigkeiten im Donbass.

„Ich fühle mich geschmeichelt, durch die Aufwertung meiner Verdienste um die Republik. Es ist bezeichnend, dass die Entscheidung der USA an dem Tag abgegeben wurde, als das Abschlusstreffen der Minsk-Kontaktgruppe im Jahr 2015 stattfand“, fügte er hinzu.

Dies zeige, wie die USA den Minsk-Prozess wertschätzen und ihre Haltung gegenüber dem Normandie Vier-Format, zitierte ihn die LuganskInformCentre Nachrichtenagentur.

Deinego wies darauf hin, dass ihm in einem Protokoll vom 5. September 2014 Sicherheitsgarantien gegeben wurden und zu einem möglichen „Einfrieren“ „seiner“ Konten auf amerikanischen Banken scherzte er, er wäre froh, dort Geld zu haben.

„Wenn sie sie (die Konten) irgendwo finden, werde ich sie alle bekommen, wenn die Sanktionen aufgehoben sind“, scherzte er.
(hmw/russland.ru)