US-Raketenabwehrschild und russische Langstreckenraketen RS-26

RS-24-Raketentest Bild: kabyar.ru

[Florian Rötzer] Die USA werfen Russland eine Verletzung des INF-Abkommens vor, aber vielleicht soll nur selbst aufgerüstet werden.

Nachdem Washington Russland weiterhin eine Verletzung des INF-Abkommens über Kurz- und Mittelstreckenraketen vorwirft, bislang allerdings ohne genauer zu erklären, worin dies begründet ist, und im Pentagon sogar öffentlich erwogen wird, weitere Atomwaffen in Europa zu stationieren, demonstriert Moskau seinen Willen, als Atommacht aufzurüsten, um das Gleichgewicht des Schreckens aufrechtzuerhalten.

Brian P. McKeon vom Pentagon hatte in einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss Anfang Dezember erklärt, dass man zunächst versuchen werde, die Verletzung diplomatisch zu lösen, weil der Erhalt des Abkommens in beiderseitigem Interesse bestünde. Ansonsten sei man darauf eingestellt, Russland keine Vorteile daraus ziehen zu lassen. So könne man neue Raketenabwehrsysteme installieren, landgestützte Atomraketen in Europa stationieren, was allerdings das Abkommen verletzen würde, oder andere militärische Systeme aufbauen (Pentagon droht mit der Stationierung von mehr Atomwaffen in Europa).

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