Ukrainische Sanktionen werden zu einem Bumerang

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Der ehemaliger Finanzminister und Leiter des Zentrums für Strategische Forschung, Alexej Kudrin, ist der Meinung, dass die von der Ukraine gegen ukrainische Tochtergesellschaften russischer Banken verhängten Sanktionen der Ukraine selbst schaden werden. Er ist überzeugt, dass es zu einen Bumerang-Effekt kommen wird.

„Russische Banken spielen eine mehr als bedeutende Rolle beim Investment in das ukrainischen Finanzsystem und solche pseudo-patriotisch motivierten Strafen werden das ukrainische Finanzsystem ernsthaft beschädigen. Die Folge wird sein, dass es einen Bumerang-Effekt geben wird“, so Kudrin.

Er führte aus, dass diese Aktionen die Ukraine als ein instabiles Land darstellen, in dem die Rechte für lange Zeit ungeschützt sind, und das wiederum werde den Fluss der Investitionen bremsen.
Das seien über alle Maßen teure Schritte, die für die Ukraine sehr zum Nachteil seien.

Am Donnerstag hat der ukrainische Präsident Poroschenko Sanktionen gegen fünf Banken, die  mit Kapital des russischen Staates ausgestattet und in der Ukraine tätig sind, verhängt.

Die Sanktionen gelten vorläufig für ein Jahr und wurden gegen die Sberbank, die VS-Bank, die Prominvestbank, die VTB-Bank und die BM-Bank ausgesprochen. Bis auf die Sberbank sind alle genannten Banken in Verkaufsverhandlungen.
[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.