Türkischer Verteidigungsminister: Konflikt zwischen Russland und den USA in Syrien wird den Nahen Osten in Brand setzen

Ein Konflikt zwischen Russland und den USA in Syrien könnte wie eine Flutwelle die gesamten Region des Nahen Ostens verändern, sagte der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli am Mittwoch dem Fernsehsender 24TV.

„Wenn ein Angriff gegen die von Russland unterstützten Streitkräfte (in Syrien) oder ein Angriff von den von den USA unterstützten Streitkräfte erfolgt, wird Russland nicht in der Lage sein, sich fernzuhalten, sonst wird es seinen Einfluss verlieren. Das kann der Anfang ernsthafter Zusammenstöße sein“, sagte der Minister und konstatiert, dass diese Bedrohung schon seit langem existiert und auch in Zukunft relevant sein wird.

„Schon ein Funke kann die gesamte Region in Brand setzen. … Wir fordern die Parteien auf, zurückhaltend zu handeln und fordern das Regime [von Bashar Assad] auf, die Unterstützung terroristischer Organisationen [kurdische Widerstandskämpfer – hmw] zu stoppen“, sagte Canikli.

Die Spannungen sind nach der angeblichen Chemie-Attacke vom 7. April in Duma/Ost-Ghouta erheblich gestiegen. Das russische Außenministerium lehnte den Bericht als Fake News ab, und Vertreter des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien besuchten Duma am 9. April, fanden dort aber keine Spuren chemischer Kampfstoffe.

Die Vereinigten Staaten haben einen Kampfverband von US-Kriegsschiffen, die vom atomgetriebenen Flugzeugträger USS Harry S. Truman angeführt werden, in das Mittelmeer geschickt. Zum Kampfverband gehören auch der Kreuzer USS Normandy mit Lenkwaffen und vier Lenkwaffenzerstörer.

US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, er werde wegen des angeblichen Chemiewaffenangriffs in Syrien innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden militärisch reagieren und hat vor wenigen Stunden einen Angriff angekündigt.

[hmw/russland.NEWS]

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