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27-10-2010 Strassenhaus
Die komplexe Lösung der Transportprobleme des Großraumes Moskau


[ Video am Ende ]

Die Zeit nach Luschkow ist auch der Begin einer neuen Transportstrategie in Moskau. Seit vier Jahren kämpft das Projekt ElCity und Strassenhaus um die Realisierung ihrer ersten Teststrecke in Moskau. Mit einem offenen Brief an den neuen Oberbürgermeister von Moskau will das Projekt ElCity und Strassenhaus eindringlich vor Fehlentscheidungen bei der Lösung der Transportprobleme des Großraumes Moskau warnen.



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Der offene Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Moskau Herrn Sergeij S. Sobjanin:

Wir sind das ElCity - Internationales Institut für innovative Transporttechnologien, Infrastruktur und Regionalentwicklung e.V. Gegenstand unserer Arbeit sind neue modernen komplexe Infrastruktur- und Städtebaukonzepte für Metropolregionen. Unsere innovativen Konzepte für die moderne Stadt der Gegenwart und Zukunft sind bekannt, weltweit führend und konkurrenzlos. Zu unserer assoziativen Gesellschaft gehören führende international tätige Unternehmen und Institute, wie Siemens, Moskauer Universität für Verkehrswesen (MIIT), Ingenieurakademie der RF, Leibnitz-Institut für Festkörper und Werkstoffforschung, Konzern Alpine, Konzern Autobahn, Fa. Promat GmbH, Fa. OOO MCM und zahlreiche andere. Wir haben Partnerschaftsverträge mit der Akademie der Wissenschaften der RF, der MGU, Avia-Institut Moskau, der russischen Eisenbahn (RSHD), Thyssen Krupp AG u.a. Unterstützt wird unsere Arbeit durch den Petersburger Dialog, das Deutsch-Russisches Forum e.V. und die deutsche Botschaft in Moskau.

Seit 4 Jahren haben wir für den Großraum Moskau ein spezielles neues, modernes und komplexes Konzept zur Lösung der akuten Mobilitäts- und Umweltprobleme Moskaus und des Moskauer Gebiets vorgeschlagen. Dieses haben wir der Luschkow-Administration vorgetragen und speziell dazu 7 internationale wissenschaftliche Konferenzen unter Beteiligung der Stadtregierung Moskau organisiert und durchgeführt. Mit dem Regierungsbeschluss 1176, vom 08.06.2009 soll die erste Pilotstrecke neben der Warschauer Chaussee errichtet werden. Das ist bisher noch nicht geschehen.

Bevor man neue Vorschläge für Verbesserung der Verkehrssituation im Großraum Moskau unterbreitet, muss Klarheit über die Ursachen der Staus und Umweltbelastungen herrschen:

Es wird konstatiert:

1. Der Status des Moskauer Transportnetzes und die Dynamik des Wachstums des Verkehrsaufkommens wurden falsch eingeschätzt und

2. die eingeleiteten Maßnahmen konnten ihre gewünschten Wirkungen nicht erreichen, da sie veraltet sind. Bis heute gibt es veraltete Vorstellungen über die Stadtentwicklung und eine überholte Städtebauphilosophie. Z.B. wurde behauptet, dass es einen Mangel an Verkehrsfläche in Moskau gäbe. Man müsse neue Straßen, Tunnel und Verkehrsknoten bauen. Weiter wurde die Errichtung extrem breiter Straßen und riesiger zentraler Objekte als machtsymbolisierend und wichtig angesehen. Eine solche Strategie führt aber nicht zur Lösung der Transportprobleme sondern zwangsläufig zum Verkehrskollaps.

Das bestehende ebenerdige Verkehrsnetz von Moskau ist in seinen Grundeigenschaften veraltet, uneffektiv und unwirtschaftlich. Dies lässt sich zusammenfassend beschreiben durch:

1. Die Verkehrsströme werden durch Ampeln gebremst,

2. die Verteilung der Verkehrsströme über das Verkehrsnetz ist wegen der Netzhierarchie sehr ungleichmäßig

3. durch große und zentrale Objekte werden unnötige Verkehrsströme verursacht und

4. es gibt außer der Metro kein analoges oberirdisches effektives öffentliches Verkehrsmittel. Wenn diese 4 Nachteile nicht bestünden, würde die vorhandene Verkehrsfläche für die Bewältigung des Verkehrsaufkommens ausreichen.

Es wurden in Moskau Maßnahmen durchgeführt, welche die Krankheitssymptome des alten Verkehrsnetzes weiter verstärkten, zwangsläufig zum Verkehrskollaps führten und die Umwelt weiter zerstörten. Das heißt es wurden neue Kreuzungen geschaffen, Straßen wurden verbreitert und neue zentrale Objekte errichtet, die zusätzliche Verkehrsströme erzeugen. Auch die vielen kleinen kosmetischen Maßnahmen, wie „kluge Ampeln“, zentrale Verkehrssteuerung usw. lösten das prinzipielle Problem des Verkehrs nicht.

Für Moskau Oblast ist das langfristige Transportkonzept neu erarbeitet worden. Es muss nun mit einem neuen Konzept für Moskau verbunden und ergänzt werden.

Wir schlagen deshalb vor:

1. Das bestehende Verkehrsnetz Moskaus darf nicht erweitert werden. Es sollen keine weiteren Stadtflächen unwirtschaftlich versiegelt werden. Die Bearbeitung 4. Ringes, Doublierungen, Volksgaragen, Umsteigepunkte, Moskau City und andere unwirtschaftliche Maßnahmen des Generalplanes für Moskau müssen gestoppt werden.

2. Es sind die planerischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um die begonnenen Maßnahmen verkehrstechnisch effektiv zu gestalten und in Verbindung damit, zusätzlich zu dem alten Verkehrsnetz, ein modernes hochleistungsfähiges Infrastrukturnetz zu errichten. Dann kann schrittweise das alte Netz im Sinne der modernen Verkehrstheorie umgestaltet werden.

Das zusätzliche ElCity- Netz ist ein kreuzungsfreies nichthierarchisches, dezentrales Infrastrukturnetz, welches auf den freien Flächen der Hochspannungsleitungen und den Eisenbahnterritorien schnell und einfach und mit Hilfe der privaten Investoren errichtet werden kann. Ein solches Netz hat eine dreifach höhere Verkehrsleistung als das alte Netz, und das neue Netz schließt Staus aus (!), spart Kraftstoff und senkt den CO2-Ausstoß um mindestens 40%. Die einzelnen Aspekte sind in dem ElCity- Masterplan und dem Buch „ElCity- Moskau im 21.Jahrhundert“ ausgearbeitet und dargestellt.

Der ElCity-Masterplan beinhaltet hauptsächlich:

• Schaffung eines zusätzlichen kreuzungsfreien Transportnetzes mit den Teilen:
1. Oberer Transportweg, Stadtautobahn (WTD)
2. Oberer Transportweg für den städtischen öffentlichen Verkehr(WOT)
• Bau von dezentralisierten Parkplätzen und UmsteigeTrakten
• Schaffung von mehr städtischen Grünflächen

Dieses Investitionsprogramm wird wesentlich von privaten Investoren getragen! Es verbindet effektiv durch zusätzliche neue Verkehrsadern Moskau und Moskau – Umland. Die Bestandteile des Programms sind auch einzeln vorteilhaft, sollen aber nicht voneinander losgelöst werden.

Das ElCity-Konzept ist komplex und ganzheitlich. Eine Alternative zu dem vorgeschlagenen konzeptionellen Weg gibt es nicht.

Dr. Roland Lipp

International Institut
ElCity- Internationales Institut für innovative Transporttechnologien, Infrastruktur und Regionalentwicklung e.V.
D- 15757 Halbe-Briesen, Unter den Linden 1 Tel: +49(0)33765 21667 Fax: +49(0)33765 21668

www.elcity.net
www.strassenhaus.com

Straßenhausprojekt



Straßenhaus Moskau


Moskau - das ist täglich ein Verkehrsinfarkt. Ein neues Konzept wurde mit Hilfe der deutschen Experten von "Straßenhaus" gefunden - die Verlagerung von Verkehrs- und Versorgungswegen in spezielle Gebäudemodule. Doch missliebige Konkurrenz startete eine Kampagne und sogar deutsche Medien trugen ihren Teil zur Desinformation bei.