Starmoderator Solowjow sieht hinter Greta Thunberg wirtschaftliche Interessen

Starmoderator Solowjow sieht hinter Greta Thunberg wirtschaftliche Interessen

Der Fernsehmoderator Wladimir Solowjow kommentierte die Aktivitäten der 16-jährigen schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg. Ihm zufolge handelt es sich um ein Projekt, hinter dem kommerzielle Interessen stehen. „Es ist offensichtlich, dass Greta ein Projekt ist und die öffentliche Meinung manipuliert wird. Bald werden wir sehen, wessen Interessen dahinterstehen“, schrieb Solowjow in seinem Telegram-Kanal.

Solowjow erreichte ab 2002 breite Bekanntheit, als er anfing, die Fernsehsendung „Zweikampf“ zu moderieren. Seit 2012 moderiert Wladimir Solowjow auf dem Sender Rossija1 jeden Sonntag eine politische Late-Night-Talkshow, die in der russischen Bevölkerung einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt.

Der Journalist prognostiziert, dass Thunberg bald angeben wird, welche Technologien sauber sind, „und es wird sich zufällig herausstellen, dass es bestimmte Unternehmen gibt, die bereits führend in dieser Richtung sind.“ Ihm zufolge sagt die Tatsache, dass aus einem 16-jährigen Mädchen „der Prophet des ökologischen Glaubens“ hervorgeht, viel über die moderne Welt aus. „Und ich mache mir Sorgen um Greta. In der Regel ist das Schicksal solcher Kinder traurig. Ich möchte diesmal keine Tragödie sehen“, so Solowjow, der mit seinen Provokationen Vielen als Manipulator und „Einpeitscher“ des Kremls gilt und von dem russischen Schriftsteller Dmitri Bykow als „Mörder der russischen Nation“ bezeichnet wurde, der mit seiner Hasspropaganda die „hässlichsten Instinkte“ entfessele.

Der Kommentar zur Rede der Öko-Aktivistin vor den Vereinten Nationen von Kremlsprecher Dmitri Peskow klang anders. Die russische Politik widmet der Bekämpfung der Herausforderungen, mit denen die Menschheit im Klimabereich konfrontiert ist, große Aufmerksamkeit. Auf die Frage von Journalisten, ob Greta Thunbergs Rede im Kreml verfolgt wurde und ob er mit ihren Thesen einverstanden ist, bescheinigte Peskow, die von Thunberg aufgeworfene Frage sei berechtigt. „Sie wissen, dass die Ökologie ein integraler Bestandteil unserer nationalen Projekte ist. Ein eigener Bereich, der zeigt, dass Russland diesem Thema viel Aufmerksamkeit schenkt.“

„Die Hauptsache ist aber, dass bei dem Mädchen alles in Ordnung ist, dass sie keinen emotionalen Überlastungen ausgesetzt ist und der Körper des fragilen Kindes alles erträgt. Ihre Frage ist natürlich berechtigt, die Frage ist akut. Natürlich muss das Mädchen noch viel über das lernen, was viele Länder bereits gegen die Bedrohung der Menschheit auf dem Gebiet der Ökologie und des Klimas Länder tun.“

Thunberg sprach am Montag vor der UNO und beschuldigte die Staatsoberhäupter der Welt, gelogen und ihr „die Kindheit gestohlen“ zu haben. Nach ihrer Meinung vernachlässigen aktuelle Politiker das Problem des Klimawandels und der Umweltbedrohungen, um Wirtschaftswachstum zu erzielen. „Die jungen Leute beginnen, Ihren Verrat zu verstehen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf Sie gerichtet. Und wenn Sie uns im Stich lassen, verspreche ich: Wir werden nicht vergeben.“

Im August 2018 forderte Thunberg die schwedischen Behörden auf, das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen, indem sie weigerte, freitags aus Gründen des Ökoaktivismus zur Schule zu gehen. Damit initiierte sie die Aktion „Freitags für die Zukunft“, der bald auch Schüler aus anderen Ländern folgten. Später wuchsen diese Aktionen zur inzwischen globalen Bewegung FridaysForFuture heran.

Als Kind wurde bei Greta Thunberg das Asperger-Syndromeine, milde Form des Autismus diagnostiziert. In einem Interview sagte sie, dass sie ohne diese Diagnose ihren Streik für mehr Klimaschutz vielleicht nie angefangen hätte. Sie wurde für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert, den Alternativen Nobelpreis hat sie, wie gerade bekannt wurde, mit zwei anderen Aktivisten erhalten.

Nach Angaben des Weltklimarates IPCC muss die Menschheit ihre CO2-Emissionen deutlich reduzieren, um eine Erwärmung um mehr als 1,5 Grad zu verhindern. Bisher haben jedoch nur 12 Länder ihre Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung offiziell bestätigt.

[hrsg/russland.NEWS]

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