Russlands Verzicht auf MH17-Aufklärung

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[Von Bernd Murawski] – Standen westliche Veröffentlichungen zum MH17-Absturz an, dann legte Russland jedes Mal eigene Dokumente vor, um die Unschuld der Separatisten zu beweisen.

Die erste ausführliche russische Stellungnahme erfolgte am 21.7.2014, vier Tage nach dem Absturz der MH17. Auf einer Pressekonferenz wurde ein Schaubild präsentiert, das nach Angaben des Sprechers auf der Grundlage von Radar-Aufzeichnungen erstellt wurde. Es zeigte einen SU25-Kampfjet in unmittelbarer Nähe des Geschehens. Außerdem wurden Satellitenaufnahmen vorgelegt, um die Existenz ukrainischer BUK-Abschussrampen in kritischer Entfernung zum Absturzort zu beweisen.

Als Wladimir Putin im November 2014 beim G20-Gipfel in Australien wegen des MH17-Abschusses auf die Anklagebank gezerrt werden sollte, tauchte plötzlich ein Satellitenbild auf. Dort war ein Kampfjet abgebildet, von dem sich der Schweif einer Bordrakete in Richtung der Boeing bewegt. Auch wenn sich das Foto bald als Fälschung erwies, waren die anwesenden Regierungschefs erst einmal verunsichert.

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