Russland beschert Türkei touristisches Umsatzplus

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Die türkische Touristik-Branche hat das negative Jahr 2016 endlich hinter sich gelassen. Vor allem das Ausbleiben der russischen Urlauber erwies sich als katastrophal für die Gewerbetreibenden in den Ferienorten. Inzwischen scheint die Krise überwunden zu sein. Die Russen kommen wieder.

Terroranschläge, politische Dissonanzen und der Abschuss eines russischen Kampfjets im Syrien-Konflikt bescherten dem Land eine bis dahin unbekannte Flaute in einer seiner Haupteinnahmequellen, dem Tourismus.

Für das erste Halbjahr des Jahres 2016 musste das Tourismusministerium schmerzliche Einbußen von 41 Prozent bei den Besucherzahlen aus dem Ausland verkünden. Man zählte gerade noch 2,44 Millionen Gäste. Es war der stärkste Rückgang im Tourismus seit Beginn der regelmäßigen Erfassung der Besucherzahlen im Jahr 1994.

Inzwischen blickt man am Bosporus wieder optimistischer in die Zukunft. Ein Wachstum von bisher zwanzig Prozent, das entspricht einem Umsatzvolumen von 26 Milliarden US-Dollar bei 31,4 Millionen Urlaubern lässt die Türken auf ein Ende der Krise hoffen. In erster Linie ist der Aufschwung mit der Rückkehr der Feriengäste aus Russland verbunden. Mit einem Anstieg von vierzig Prozent tragen sie den Großteil zu der neuerlichen Konjunktur bei.

Und man hofft zwischen Schwarzem- und Mittelmeer im nächsten Jahr auf einen weiteren Anstieg des Tourismus. Anvisiert werden bis zu 38 Prozent mehr Gäste, die der Türkei einen Umsatz von rund dreißig Milliarden Dollar bescheren sollen. Nicht zuletzt durch die reisefreudige Kundschaft aus Russland.

[mb/russland.NEWS]