Presseschau – ein Blick in andere Zeitungen

Laut handelsblatt.com sind die Waffenverkäufe russischer Rüstungsunternehmen entgegen dem weltweiten Trend 2013 stark gewachsen. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verkauften die großen Rüstungskonzerne in Russland 20 Prozent mehr Militärgüter als im Vorjahr. Nach Einschätzung der Friedensforscher ist das vor allem auf das Ausgabenprogramm der russischen Regierung zurückzuführen.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass Deutschland und Bulgarien auf neue Gespräche mit Russland über die South-Stream-Gaspipeline dringen. Merkel verwies darauf, dass Russland für Deutschland in Wirtschaftsfragen ein verlässlicher Partner sei. „Unbeschadet politischer Differenzen geht es, glaube ich, gerade im Verhältnis mit Russland darum, dass wir die Verlässlichkeit unserer Wirtschaftsbeziehungen weiter unter Beweis stellen.“ Mit Blick auf den EU-Gipfel am Donnerstag sagte sie, dass sie keine neuen EU-Sanktionen im Zusammenhang mit dem russischen Vorgehen in der Ukraine erwarte.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel hat als Öl- und Gasproduzent neben Norwegen auch Russland als eine ihrer Kernregionen festgelegt. In drei deutsch-russischen Gemeinschaftsprojekten fördert das Unternehmen Erdgas und Erdöl: im sibirischen Feld Juschno-Russkoje mit einer Beteiligung von 35 Prozent sowie in den Joint Ventures Wolgodeminoil in der Nähe von Wolgograd und bei Achimgaz im hohen Norden südlich der Halbinsel Jamal (jeweils mit 50 Prozent Anteil), berichtet handelsblatt.com.

Weil sich der Import des Qashqai angesichts des schwachen Rubel nicht mehr lohnt, will Nissan das Kompakt-SUV ab 2016 neben X-Trail, der jetzt Produktionsstart feierte, und Murano sowie Teana im russischen Werk in St.Petersburg produzieren, meldet automobil-produktion.de.

Als Wladimir Putin Anfang Dezember in Ankara das Aus der geplanten Gaspipeline South Stream verkündete, hielten das die meisten Kommentatoren in Deutschland für eine energiepolitische Nachricht. Viele sahen darin auch ein Eingeständnis, dass Russland die enormen Kosten, die der Bau der Gaspipeline durch das Schwarze Meer erfordern würde, offenbar nicht mehr stemmen kann. Sie lagen falsch, behauptet taz.de.