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14-03-2007 Russland und der Vatikan
Der Präsident von Russland beim Papst
Papst Benedikt XVI. hat am Dienstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag erstmals zu einer Audienz in der Vatikanstadt empfangen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche und Russlands Staatschef hätten sich auf Deutsch unterhalten und die Atmosphäre sei sehr herzlich gewesen, hieß es in einer anschließenden Mitteilung des Vatikan.

Putin hielt sich anlässlich des vierten russisch-italienischen Regierungstreffens in Italien auf. Weiter hieß es, Themen gemeinsamen Interesses und internationaler Aktualität seien erörtert worden, vor allem die Beziehungen zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche und die Entwicklungen im Nahen Osten. Besonderes Augenmerk habe auf den Problemen des Extremismus und der Intoleranz gelegen, die eine große Bedrohung des Friedens darstellten.

Die russische Zeitung "Nesawisimaja Gaseta" berichtete am Dienstag, der Hauptgrund für Putins Besuch in Italien sei das Treffen mit dem Papst und ein Wiederbeleben des Dialogs zwischen Katholiken und Orthodoxen. Unter Papst Johannes Paul II. war das Verhältnis zwischen dem Vatikan und der russisch-orthodoxen Kirche notorisch angespannt, doch seit dem Amtsantritt Benedikts XVI. zeichnet sich eine Entspannung der Beziehungen ab.

Putin traf am Dienstag auch mit dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi und mit Präsident Giorgio Napolitano zusammen. In den Gesprächen sei es um die Wirtschaftsbeziehungen Russlands und Italiens gegangen. Auf dem russisch-italienischen Gipfel am Mittwoch in der süditalienischen Hafenstadt Bari sollen Kooperationvereinbarungen in den Bereichen Energie, Banken und Industrie geschlossen werden.