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05-07-2006 Russland und der Vatikan
Orthodoxe und Katholiken konstatieren positive Dynamik in ihren Beziehungen
Vertreter der Russisch-orthodoxen und der Römisch-katholischen Kirche stellen eine positive Dynamik in der Entwicklung ihrer Beziehungen fest.

"Sowohl die bilateralen Initiativen, die in letzter Zeit hervorgebracht wurden, als auch die Beteiligung einer repräsentativen Delegation der Katholischen Kirche am religiösen Gipfeltreffen in Moskau zeugen, wie ich glaube, davon, dass wir uns in der richtigen Richtung bewegen", sagte der Chef des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchates, Metropolit Kyrill, nach Abschluss des Gipfeltreffens vor Journalisten.

Ihm zufolge sind Papst Benedikt XVI. und Patriarch Alexi II. der Auffassung, "dass beide Kirchen ihr Möglichstes tun müssen, um die realen Erwartungen der Menschen und reale Lebensfragen zu beantworten".

Wie Alexi II. beim Empfang der Delegation der Römisch-katholischen Kirche unter Leitung des Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, am Dienstag sagte, "ist die Tatsache, dass eine so repräsentative Delegation zur Beteiligung am Weltgipfel religiöser Würdenträger entsandt worden war, ein Beweis für die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen der Russisch-orthodoxen und der Römisch-katholischen Kirche".

"Unsere Zusammenarbeit ist zurzeit besonders notwendig, denn die gemeinsame Position zu vielen aktuellen Fragen der Gegenwart, die unsere beiden Kirchen vereint, bietet eine gute Möglichkeit, der Welt die christlichen Werte gemeinsam zu bezeugen", sagte der Patriarch.

In einem Interview für RIA Novosti betonte Kardinal Kasper, dass die Orthodoxe und die Katholische Kirche "in den letzten Jahren den Stand ihrer Beziehungen verbessert haben".

"Beide Seiten sind am Dialog interessiert, vor allem in der Sphäre der Behauptung der christlichen Werte und Traditionen in Europa, denn beide Kirchen sind über das Problem der Säkularisation der Gesellschaft besorgt", erläuterte der Kardinal.

Er verwies zugleich auf das zunehmende Interesse der heutigen Jugend für das geistige Leben.

"Und wenn wir zusammenarbeiten, wird das ein gutes Zeichen für die jungen Menschen sein", sagte der Kardinal.

Laut Walter Kasper war sein Treffen mit dem Patriarchen sehr freundlich. Es seien zwar keine konkreten Projekte erörtert, aber die Wichtigkeit der bevorstehenden gemeinsamen theologischen Konferenz in Belgrad hervorgehoben worden, sagte der Kardinal. [ RIA Novosti ]