russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



26-04-2005 Russland und der Vatikan
Metropolit Kirill über Bedingungen für ein Treffens des Patriarchen mit dem Papst
Die Hauptbedingung eines Treffens des Patriarchen von Moskau und ganz Russland, Alexij II., mit dem Papst bleibt die reale Verbesserung der Beziehungen zwischen der Russisch-Orthodoxen und der Katholischen Kirche, die einen Verzicht der Vertreter der Römisch-Katholischen Kirche auf die „ungesunde Missionärskonkurrenz" auf dem GUS-Territorium einschließt.

Das erklärte der Metropolit von Smolensk und Kaliningrad Kyrill, Leiter des kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, am Sonntag in seinem Interview mit der Zeitung La Stampa.

„In diesem Sinne bleibt unsere Position dieselbe wie auch in der Zeit des Pontifikats von Johannes Paul II.", sagte der Metropolit.

Ihm zufolge dürfe sich ein Treffen der Oberhäupter der beiden größten christlichen Kirchen nicht in eine gewöhnliche Protokollmaßnahme verwandeln. „Es soll ein Ergebnis der Lösung jener Probleme sein, die die Beziehungen zwischen unseren Kirchen betrüben und unserer Gemeinde Leiden zufügen", erläuterte der Vertreter des Moskauer Patriarchats.

„Es ist auch notwendig, Wege für die Beseitigung der Spannungen zwischen den russisch-orthodoxen und den griechisch-katholischen Gläubigen zu finden", fügte er hinzu und erinnerte daran, dass griechisch-katholische Gläubige in der Ukraine seit den 90er Jahren Eparchien zerstören und Gotteshäuser der Orthodoxen Kirche einnehmen.

Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass eine „neue Epoche im Leben der Römisch-Katholischen Kirche, die mit der Wahl des Papstes Benedikt XVI. begann, durch die Entwicklung eines aufrichtigen und konkreten Dialogs gekennzeichnet sein wird" und dass „sich die Beziehungen zwischen unseren Kirchen verbessern werden".

„Im Übrigen braucht es Zeit, um zu verstehen, welche Linie der neue Papst gegenüber der Russisch-Orthodoxen Kirche einschlagen wird", fügte der Metropolit hinzu. (RIA)