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05-04-2005 Russland und der Vatikan
Oberhaupt der russischen Katholiken: Sitzung des Konklave zur Papstwahl wird nicht lange dauern
Das Konklave der Kardinäle, für die Wahl des neuen Papstes einberufen, wird sehr kurz sein und höchstens zwei bis drei Tage dauern, meinte Tadeusz Kondrusiewicz, Oberhaupt der katholischen Diözese in Russland.

"Ich glaube, es wird ein sehr kurzes Konklave. Heute geschieht alles sehr schnell. Es wird einige Tage, höchstens zwei oder drei, dauern", sagte der Metropolit auf einer Pressekonferenz in Moskau.

Dabei sei es laut Kondrusiewicz unmöglich, das Ergebnis der Wahl vorherzusagen. "Das wäre nur Wahrsagerei", erklärte er.

Er verzichtete auch auf eine Einschätzung der Chancen jener Anwärter auf den päpstlichen Thron, die von den westlichen Massenmedien genannt werden. "Einen führenden Kandidaten gibt es erst, wenn sich die Kardinäle auf dem Konklave versammeln," meint Kondrusiewicz.

Der Erzbischof kommentierte die Gerüchte, Johannes Paul II. habe einen geheimen Kardinal für Russland ernannt, folgendermaßen: "Als der Papst zum letzten Mal die Kardinäle ernannte, sagte er in der Tat, dass ein Kardinalsname in seinem Herzen bleibt. Bei der Katholischen Kirche ist es möglich, dass der Papst wartet, bis die Zeit für die Verkündung eines Kardinals reif ist", erklärte Kondrusiewicz.

Dem Erzbischof zufolge sei es nicht das erste Mal, dass der Papst stirbt und einen unverkündeten Kardinalsnamen mit ins Grab nimmt.

Das war möglicherweise ein Kardinal für Russland oder für Korea oder für ein anderes Land, wo es keinen Kardinal gibt, vermutet der höchste katholische Erzbischof in Russland. (RIA)