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04-11-2004 Russland und der Vatikan
Erste schwimmende Kirche in Russland eingeweiht
In Russland ist die erste schwimmende Kirche eingeweiht worden. Wie die Zeitung "Gazeta" am Mittwoch berichtete, soll das Schiff mit dem stolzen Namen "Prinz Wladimir" künftig den Gläubigen in den entlegenden Wolgaregionen rings um Wolgograd, Saratow und Astrachan als Gotteshaus dienen.

Ausgestattet ist der ehemalige Truppentransporter mit den typischen Kuppeln orthodoxer Basiliken, mit einer eigenen Bibliothek für kirchliche Schriften und mit Räumen für den Pfarrer. Kirchenbauer Wladimir Karezki löst damit ein Gelöbnis aus dem Sommer 1996 ein, als er auf dem offenen Meer auf seiner Jacht von einem heftigen Sturm überrascht wurde und um sein Leben fürchtete.

Laut Karezki hat er für den Umbau des Schiffes Spenden aus aller Welt erhalten, vor allem von einer katholischen Organisation aus Deutschland. Seinen Segen erhielt er von Vertretern der russisch-orthodoxen wie der katholischen Kirche. Willkommen seien alle Projekte, die der Verbreitung des christlichen Glaubens dienten, sagten der Vertreter des Vatikan in Moskau, Erzbischof Antonio Mennini, und der Metropolit von Wolgograd, German Timofejew. Bis die schwimmende Kirche zu ihrer ersten Mission aufbrechen kann, wird es allerdings noch ein paar Monate dauern: Erstmals wird sie voraussichtlich am 9. Mai ihren Ankerplatz in Wolgograd verlassen.