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07-01-2005 Russland und der Vatikan
Orthodoxer Weihnachtsgottesdienst in der Kirche zu Christi Geburt in Bethlehem – Weihnachtsgrüße von Präsident Putin und dem Patriarchen von Moskau und ganz Russland
Ein orthodoxer Weihnachtsgottesdienst hat in der Kirche zu Christi Geburt in Bethlehem stattgefunden. Den Gottesdienst hielten die Patriarchen von Äthiopien und Assyrien sowie der koptischen Kirche gleichzeitig in verschiedenen Teilen der Kirche ab.

Den Hauptgottesdienst führte Ireney, Patriarch der Jerusalemer Griechisch-Orthodoxen Kirche durch.

Die Patriarchen kamen im Laufe des Tages in Bethlehem an. Jeder von ihnen wurde mit einem Orchester von Schülern aus Privatschulen von Bethlehem begrüßt. Der Hauptgotttesdienst wurde in arabischer Sprache abgehalten.

In der Kirche befanden sich Wallfahrer und Diplomaten aus verschiedenen Ländern. Die meisten Wallfahrer sprachen Russisch.

Wie Vater Sergius, stellvertretender Leiter der russischen geistlichen Mission in Jerusalem, früher in einem RIA-Nowosti-Interview erklärte, kamen etwa 150 Wallfahrer aus Russland, der Ukraine und Georgien auf der kirchlichen Ebene zu Weihnachten im gelobten Land an. Außerdem befinden sich russische Touristen in Bethlehem, die selbständig über israelische Reisefirmen gekommen sind.

Der Gottesdienst dauerte etwa vier Stunden.

Putin gratulierte den orthodoxen Christen zu Weihnachten


Wladimir Putin hat den orthodoxen Christen und allen Bürgern gratuliert, die Weihnachen begehen, wurde im Pressedienst des russischen Präsidenten mitgeteilt.

In der Grußbotschaft des Präsidenten heißt es: „Ich gratuliere herzlich den orthodoxen Christen und Vertretern anderer christlicher Konfessionen Russlands zu Weihnachten. Das Weihnachtsfest schenkt Millionen russischen Bürgern Freude und Hoffnung sowie festigt die traditionellen moralischen Werte.

Die wichtigste Rolle bei der Erhaltung der geistigen Grundlagen der Gesellschaft, der Festigung des Burgfriedens und der Erziehung der heranwachsenden Generation spielen die Russisch-Orthodoxe Kirche und andere traditionelle christliche Konfessionen. Und diese ersprießliche Tätigeit verdient die höchste Achtung und Unterstützung.

Vom ganzen Herzen wünsche ich den orthodoxen Christen und allen, die Weihnachten feiern, Glück, Frieden und alles Gute."

Die Russisch-Orthodoxe Kirche begeht Weihnachten am 7. Januar.

Nach der orthodoxen Kirchenordnung gehen dem Fest die mehrtägigen Fasten vor, die am 28. November beginnen und 40 Tage lang bis zum 6. Januar einschließlich andauern.

Weihnachten folgen die Zwölf Nächte. In dieser Zeit - vom 8. bis zum 17. Januar - werden die eintägigen Fasten mittwochs und freitags aufgehoben. Das ist eine Periode besonderer Freude und der Fortsetzung der Weihnachtsfeierlichkeiten.

Der Patriarch von Moskau und ganz Russland gratulierte den Gläubigen zu Weihnachten


Der Patriarch von Moskau und ganz Russland, Alexis II., hat den Gläubigen zum Fest zu Christi Geburt gratuliert, das den Menschen Licht und Wärme bringen soll.

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Zur Einstimmung auf die Festtage haben wir einige Kleinigkeiten in einem Weihnachts – Neujahrsspezial zusammengestellt. Etwas zum mitsingen, eine Postkartenauswahl von 1959 bis 1992 und nicht zu vergessen, die Schläge der Turmuhr des Spasskaja-Turmes.
Wie er sagte, "war das abgelaufene Jahr für das Land alles andere als leicht. Der Tod der schuldlosen Opfer in Beslan hatte in jedem Herzen Schmerz und Trauer ausgelöst". "Zugleich hatte die schreckliche Tragödie gezeigt, dass moralische Ideale auch weiterhin im Volk leben: Angesichts des Todes hatten zahlreiche Menschen hohe Beispiele einer aufopfernden Liebe für die Nächsten gezeigt", betonte Alexis II.

Von den freudigen Ereignissen des abgelaufenen Jahres hob der Patriarch die Rückkehr des wundertätigen Bildes der Gottesmutter von Tichwin nach Russland aus den USA und der Kopie des Bildes der Gottesmutter von Kasan aus dem Vatikan hervor.

Alexis II. erinnerte auch daran, dass die Überreste der als Märtyrerin gestorbenen Großfürstin Jelisaweta und der Nonne Barbara nach Russland gebracht worden waren. Dieses Ereignis wurde, so der Patriarch, zur ersten gemeinsamen Tat des Moskauer Patriarchats und der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland sowie zu einem denkwürdigen Meilenstein auf dem Wege zur Überwindung der Trennung.

"Möge Gott uns helfen, mit Würde und Geduld die uns zuteil gewordenen Prüfungen zu bestehen", wünschte der Patriarch. Er rief die Bürger Russlands auf, Kraft aus der jahrhundertealten Geschichte der Heimat zu schöpfen, die Standhaftigkeit und Mut lehrt. Als eine dieser Lehren nannte Alexis II. die Kulikowo-Schlacht, deren 625. Jahrestag die Kirche im Jahre 2005 umfassend begehen wird.

"Das Fest zu Christi Geburt erinnert uns daran, dass Gott mit uns ist. Wenn aber Gott mit uns ist und wir mit Gott sind, so fürchten wir keine Schwierigkeiten, Prüfungen und Stürme des Lebens", sagte der Patriarch nach dem Nachtgottesdienst in der Christus-der-Erlöser-Kathedrale, der dreieinhalb Stunden andauerte.

Dem Festgottesdienst wohnten der Premierminister Russlands, Michail Fradkow, der Vorsitzende des Föderationsrates, Sergej Mironow, der Vorsitzende der Staatsduma, Boris Gryslow, der Verteidigungsminister der RF, Sergej Iwanow, und der Vorsitzende der Obersten Rada (Parlament) der Ukraine, Wladimir Litwin, bei. Das Fest zu Christi Geburt begingen etwa 5000 Personen in der Christus-der-Erlöser-Kathedrale. (RIA)