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15-07-2004 Russland und der Vatikan
Aussenminister von Russland im Vatikan
Sergej Lawrow, Außenminister Russlands, begann seinen Arbeitsbesuch in Rom mit dem Treffen mit Kardinal Angelo Sodano, Staatssekretär des Vatikans.

Wie aus Quellen im Vatikan verlautet, verlief die Unterredung von Lawrow mit Sodano in sehr wohlwollender und freundschaflicher Atmosphäre. Der Chef der russischen Diplomatie bestätigte die Absicht Moskaus, den politischen Dialog mit dem Heiligen Stuhl zu entwickeln, und die Einstellung der russischen Führung auf konstruktive Zusammenarbeit. Es wurde das Übereinkommen über die Fortsetzung der bilateralen Konsultationen, darunter auch über internationale Probleme, erzielt.

Die Seiten gaben auch der Hoffnung auf die Weiterentwicklung des Dialogs zwischen der Russisch-Orthodoxen und der Römisch-Katholischen Kirche Ausdruck. Lawrow äußerte seine Genugtuung über den Beschluss des Papstes Johannes Paul II., der Russisch-Orthodoxen Kirche die wundertätige Ikone der Muttergottes von Kasan, die sich in den persönlichen Appartements des Papstes im Apostolischen Palast befindet, zu übergeben.

Der Minister betonte, dass die Rückkehr dieser Ikone nach Russland auch vom Standpunkt der Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Kirchen und als ein symbolischer Schritt im Vorfeld der Begehung des 1000. Gründungstags von Kasan bedeutsam ist.

Beim Treffen erörterten Lawrow und Sodano einen breiten Kreis von internationalen Problemen, darunter die Situation im Nahen Osten und in Irak. Erzbischof Giovanni Lajolo, Chef des außenpolitischen Amtes des Heiligen Stuhls, hob die Bedeutung der Entwicklung der Beziehungen zu Russland hervor, das, wie er sagte, „eine Großmacht ist und den Ereignisgang in verschiedenen Regionen der Welt stark beeinflusst".

Das war nicht nur das erste Treffen von Lawrow mit dem Regierungschef des Heiligen Stuhls, sondern auch sein erster Besuch des Vatikans.

Bei Treffen Lawrows mit Sodano war Vitali Litwin, Vertreter der RF beim Heiligen Stuhl, zugegen. (RIA)