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27-08-2004 Russland und der Vatikan
Der Vatikan übergibt eine Kopie der Ikone der Muttergottes von Kasan an die russisch-orthodoxe Kirche
Eine Kopie der Ikone der Muttergottes von Kasan, die im Vatikan aufbewahrt wurde, solle am 28. August dem Patriarchen Alexij II. von Moskau und ganz Russland in der Uspenje-(Himmelfahrts-)Kkathedrale des Kreml übergeben werden.

Darüber berichtete der Patriarch selbst bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation.

Wie Alexij II. dem Präsidenten Putin erzählte, haben Fachleute des Kulturministeriums Russlands, der russisch-orthodoxen Kirche und des Vatikans die Ikonenverkleidung geöffnet und festgestellt, dass es sich um eine Ikone von Ende des 18. Jahrhunderts handelt, demnach um eine der zahlreichen Kopien und nicht um die wunderwirkende Ikone selbst, die Anfang des 20. Jahrhunderts verloren gegangen ist.

"Deshalb hat der Papst von Rom es nicht nötig, sie selbstständig herzubringen", sagte der Patriarch.

"Wir haben es vereinbart, einen Kompromiss gefunden, dass sie von zwei Kardinälen nach Russland gebracht und dem Patriarchen beim Fest der Himmelfahrt in der Himmelfahrtskathedrale des Kreml übergeben wird", sagte Alexij II.

Wie er hervorhob, "gibt es bei den Verhandlungen mit der römisch-katholischen Kirche nichts Neues".

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche teialte mit, dass das Erzbischofskonzil der russisch-orthodoxen Kirche, das am 3. - 8. Oktober stattfinden soll, ein Fazit aus den vergangenen vier Jahren ziehen und Perspektiven für die Zukunft vorzeichnen werde.

Wie er betonte, sei die Abhaltung eines Konzils ein bedeutsames Ereignis, weil es alle vier Jahre nur einmal zusammentrete.

Der Patriarch teilte mit, dass nach dem Konzil ein gesellschaftlich-kirchliches Forum stattfinden solle, das demographische Fragen sowie Fragen der Festigung von Familie und Moral erörtern werde.

Außerdem sei geplant, auf dem Forum einen Bericht über die Aussichten der Beziehungen zur russischen ausländischen Kirche entgegenzunehmen. (RIA)