russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



04-02-2005 Russland und der Vatikan
Die russischen Katholiken beten um baldigste Gesundung von Johannes Paul II.
Die russischen Katholiken beten weiter um die baldigste Gesundung von Papst Johannes Paul II., sagte am Freitag Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz.

"Wir freuen uns aufrichtig über die Nachticht darüber, dass es dem Papst gesundheitlich besser geht. Und wir beten weiter darum, dass er möglichst bald gesund werde", sagte das Oberhaupt der Katholiken von Russland.

Die "Messeformel" enthalte, sagte er, unbedingt Gebete um den Papst, den Erzbischof und die Gläubigen, doch werde in der römisch-katholischen Kirche täglich außerdem das so genannte "allgemeine Gebet" abgehalten, in welches "diverse Absichten" aufgenommen werden könnten. "Heute wird das Gebet um den Papst von Rom hinzugefügt", betonte Kondrusiewicz.

Er erzählte, dass die Anfang dieser Woche eingetroffene Nachricht über die Erkrankung des Papstes und seine Einlieferung in einem Krankenhaus bei den Katholiken Russlands eine "bestimmte Besorgnis" hervorgerufen habe. "Bemerkenswert ist, dass an diesen Tagen sehr viele Telefonate auch von Vertretern der anderen Konfessionen, Vertretern der Öffentlichkeit und einfachen Russen kamen", fügte der Gesprächspartner der RIA Nowosti hinzu.

Der Erzbischof dankte den Menschen, die ihre Sorge um die Gesundheit eines anderen Menschen zum Ausdruck brachten, verurteilte aber zugleich jenes "ungesunde Interesse" für die Krankheiten des Papstes, das von "unmoralischem Gerede" in den Massenmedien über den eventuellen Nachfolger von Johannes Paul II. geschürt werde.

"Wir führen solche Gespräche nicht und sind bemüht, sie unter den Gläubigen zu unterbinden", sagte Kondrusiewicz.

Es falle, führte er weiter aus, "einem Menschen wie dem Papst, der sich öffentlich betätigt, schwer, Informationen über sein Privatleben geheimzuhalten". "Aber jeder Mensch kann erkranken und hat das Recht auf ein rücksichtsvolles Verhalten dazu", schloss das Oberhaupt der Katholiken von Russland.

Johannes Paul II. wurde am Dienstag inder Gemelli-Klinik von Rom eingeliefert, weil er Atembeschwerden hatte. Nach der Schätzung der Ärzte bessere sich sein Gesundheitszustand schnell, und schon wenige Tage später könne er entlassen werden. (RIA)