Orban über die Beziehungen Europas zu Russland

Präsident Putin und Premier Orban 17.02.15 Foto kremlin.ru

Eine Isolierung Russlands könne Europa sowohl wirtschaftlich als politisch nur schaden, meint Ungarns Premier Orban anlässlich des Besuches von Präsident Putin in Budapest.

„Es gibt manche, die meinen, dass Russland von den Wirtschaftsbeziehungen mit Europa isoliert werden soll“, sagte er in einem Interview am Freitag in der Tageszeitung „Kommersant“. „Sie stellen die Frage so: Entweder die europäische Einheit oder Russland. Auf eine schlechte Frage kann man aber nur eine schlechte Antwort geben. In solchen Fällen muss die Frage selbst abgelehnt werden.“

Unabhängig davon, wie sich die Europäer bezüglich Russlands entscheiden, sie werden „eine Entscheidung nicht über Russland, sondern über die Zukunft von Europa selbst treffen. … Ich möchte nicht in einem Europa leben, das auf einen neuen Kalten Krieg mit Russland hinarbeitet und das Europäer zu Russlands Feinden macht. … Wir überlegen indessen, wie Kontakte zwischen der EU und Russland auf die beste Weise gestaltet werden können“,

Orban erklärte, er unterstütze die russische Initiative zur wirtschaftlichen Kooperation und zum freien Handel zwischen der EU und der Eurasischen Union.

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