„Ohne historische Aufarbeitung bleibt die Ukraine ein Pulverfass“

Bandere-Gedenkfeier-in-Kiew-zum-107.-Geburtstag-am-1.-Januar-2015.-Bild-Nabak-CC-BY-SA-3.0.

[Stefan Korinth] Der Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe über den ukrainischen Nationalismus und den problematischen Umgang mit Pluralität

Der in Polen geborene und in Berlin lebende Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe hat jahrelang den ukrainischen Nationalismus erforscht und die erste wissenschaftliche Biografie von Stepan Bandera geschrieben, die sich auch tiefgehend mit dessen politischem Kult und Mythos auseinandersetzt. Im Interview mit Telepolis spricht Rossoliński-Liebe über die Bedeutung von Nationalismus und fehlender Geschichtsaufarbeitung für den heutigen Konflikt in der Ukraine.

Herr Rossoliński-Liebe, Sie forschen seit vielen Jahren zur Geschichte der Ukraine und kennen das Land gut. Hat Sie der Konflikt in der Ukraine, der ja vor rund 15 Monaten begann, eigentlich überrascht?

Grzegorz Rossoliński-Liebe: Der Konflikt in der Ukraine selbst hat mich nicht überrascht aber der Verlauf des Konflikts, sein Ausmaß und der darauffolgende Krieg schon. …

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