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09-03-2006 NGO
Russische NGOs entwickeln sich trotz aller Schwierigkeiten
Die Nichtregierungsorganisationen in Russland arbeiten und entwickeln sich ungeachtet der zahlreichen Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, meint die Vorsitzende des Rates zur Förderung der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte beim russischen Präsidenten, Ella Pamfilowa. "Wir (die Nichtregierungsorganisationen) haben sehr viele Schwierigkeiten, doch Gerüchte über den Exitus der Zivilgesellschaft sind ganz eindeutig überzogen", sagte Pamfilowa am Donnerstag vor dem internationalen Forum der Nichtregierungsorganisationen, welches unter dem Motto "Zivile G8 - 2006" zusammentrat.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Gipfelkonferenz der G8 werden traditionell die Nichtregierungsorganisationen verschiedener Länder konsultiert. Um möglichst breite Kreise in Russland einzubeziehen, wurde eine nationale Arbeitsgruppe geschaffen, deren Koordinator Ella Pamfilowa ist. Die Ideen und Meinungen, die im Zuge der Diskussion heranreifen, wollen die Projektteilnehmer den offiziellen Repräsentanten der G8 nahe bringen.

Pamfilowa hält es nicht für die Aufgabe, an der Fiktion einheitlicher Positionen zu basteln. "Wenn geradezu konträre Positionen auftreten sollten, dann ist es von außerordentlicher Bedeutung, sie kompetent zu formulieren und aufzuzeigen", stellte sie fest.

Vor den Gästen aus den verschiedenen Landesteilen und aus dem Ausland stellte sie klar, dass keine Meinung unterdrückt werden solle. Es könne ebenso wenig die Aufgabe sein, die öffentliche Diskussion in eine Richtung zu kanalisieren, die von Oben erwünscht sei.

In Bezug auf die Themen, die speziell das Forum bewegen würden, verwies sie auf Fragen der Zivilgesellschaft in Russland, der sozialen Integration und des Kampfes gegen Armut sowie auf das Spannungsfeld im Kampf gegen Terrorismus einerseits und Gewährleistung der Menschenrechte andererseits. (RIA)