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27-01-2006 NGO
Washingtoner Eurasia-Büro dementiert geheimdienstliche Verbindungen
Das Washingtoner Büro der amerikanischen Eurasia Foundation hat eine Erklärung veröffentlicht, in der die Organisation kategorisch erklärt, in keinerlei Beziehungen zu den der Spionage beschuldigten Vertretern der britischen Botschaft in Moskau gestanden zu haben.

"Die Stiftung verneint kategorisch jedwede Verbindung und jedwedes Wissen über Spionage von Mitarbeitern der britischen Botschaft", heißt es in der schriftlichen Erklärung.

Im Zusammenhang mit dem "Programm zur Vertiefung der medialen Fähigkeiten", welches die Stiftung seit dem Jahr 2004 in Russland durchführt, wird auf die Unterstützung des britischen Außenministeriums verwiesen. Wie andere Programme dieser Art, die von den Regierungen anderer europäischer Staaten gefördert würden, erfahre es auch durch die USA-Administration eine nachhaltige Unterstützung.

Der russischen Gesetzgebung entsprechend, ziele es darauf ab, das professionelle Niveau der Regionalzeitungen in Russland und ihr Management zu verbessern.

Durch das britische Außenministerium seien mit Stand von heute 226 602 US-Dollar für die Realisierung des Vorhabens bereitgestellt worden. Diese Gelder werden der Erklärung zufolge für "Ausbildung und Beratung von Journalisten, für die Zeitungsaufmachung, für allgemeines Management, Werbungsakquise, Marketing und Vertrieb" ausgegeben. Des Weiteren hieß es, die Stiftung befürwortete "die volle Transparenz der Finanzoperationen" in diesem Rahmen.

Washingtoner Journalisten versuchen seit zwei Tagen dem amtlichen Sprecher des State Departements, Sean McCormack, einen Kommentar zu den Spionageenthüllungen im russischen Fernsehen zu entlocken, doch der enthält sich jeder Äußerung. "Ich habe für Euch nichts", sagte er am Dienstag bei einem Briefing.

Vergangenen Sonntag war im russischen Fernsehen eine Sendung über die kürzliche Operation der Spionageabwehr Russlands über den Bildschirm gegangen. Der FSB (russischer Geheimdienst), so wurde berichtet, habe eine Gruppe britischer Spione, die unter dem Deckmantel der Botschaft arbeitet und russische Bürgerrechtler für sich einspannt, auf frischer Tat ertappt. Ein von ihnen geworbener Russe sei inhaftiert worden. Außerdem wurden im Fernsehen Zahlungsaufträge zugunsten der Moskauer Helsinki-Gruppe in Höhe von 23 000 Pfund Sterling und zugunsten der Eurasia Foundation über 5 719 Pfund Sterling gezeigt, die von dem Mitarbeiter der britischen Botschaft Marc Doe abgezeichnet worden sein sollen. Ein weiteres Dokument habe von der Zahlung von Barmitteln für die Schaffung eines Netzes von Schulen gesellschaftlicher Kontrolleure in abgelegenen Gebieten Nordsibiriens und des Fernen Ostens gezeugt. (RIA)