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07-08-2007 NGO
Russland subventioniert NGOs im kommenden Jahr mit 4,3 Millionen Euro
Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Russland können im kommenden Jahr mit staatlichen Zuschüssen von 1,5 Milliarden Rubel (rund 4,3 Millionen Euro) rechnen, verkündete Valeri Fadejew, Mitglied der russischen Gesellschaftskammer, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau.




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Wie er ausführte, steigen die staatlichen Zuwendungen damit von 0,5 Milliarden Rubel im vergangenen Jahr über eine Milliarde Rubel im laufenden auf 1,5 Milliarden Rubel im kommenden Haushaltsjahr.

Laut Verordnung des russischen Präsidenten sind dieses Jahr sechs Organisationen mit staatlichen Zuschüssen bedacht worden. Die Empfehlung dazu gab die Gesellschaftskammer, die die entsprechenden Mittel treuhänderisch verwaltet.

Wie vor der Presse mitgeteilt worden ist, stehen die diesjährigen sechs Nutznießer nunmehr fest.

Fadejews gemeinnütziges Institut für gesellschaftliche Projekte wird 60 Millionen Rubel für soziologische Studien und Forschungen über den Zustand der Zivilgesellschaft verwalten. Die internationale humanitäre Stiftung „Snanije“ (dt.: “Wissen“) unter Leitung von Konstantin Frolow wird 270 Millionen Rubel für die Realisierung von Projekten im Bildungs- und Kulturbereich sowie für Öffentlichkeitsarbeit in der Gesellschaft unter Nichtregierungsorganisationen ausschütten können.

Die unabhängige Organisation zur „Unterstützung der Zivilgesellschaft“, der Arkadi Sedow als Geschäftsführer vorsteht, verwaltet stellvertretend für Menschenrechtsorganisationen 135,78 Millionen Rubel.

Die „Liga für Gesundheit der Nation“ unter Leitung des bekannten Herzchirurgen Leo Bokeria kann 150 Millionen Rubel unter Vereinen vergeben, die eine gesunde Lebensweise propagieren.

Die „Nationale Wohltätigkeitsstiftung“ von Alexej Moljakow und die Stiftung zur Schaffung einer Kaderreserve des „Staatsklubs“ haben jeweils 400 Millionen Rubel und 230 Millionen Rubel für die soziale Betreuung Bedürftiger und für Jugendprojekte zu ihrer Verfügung. Um die Teilnahme an den Ausschreibungen für die Bewilligung von Zuschüssen können sich Nichtregierungsorganisationen bewerben, deren staatliche Zulassung als juristische Person eine Gültigkeitsfrist von mindestens einem Jahr hat.

Ferner wird die Auflage erteilt, dass sie sich nicht in einem Bankrottverfahren oder in einer Reorganisation befinden dürfen und eine sozial relevante Tätigkeit ausüben müssen. Die Anträge müssen bis zum 20. September bei der Gesellschaftskammer eingereicht werden.

Wie in der Pressekonferenz hervorgehoben worden ist, dürfen die Treuhänder der staatlichen Zuschüsse sich selbst an der Ausschreibung nicht beteiligen. Am 31. Oktober wird über die Anträge entschieden. Die bewilligten Gelder können bereits im November zur Verfügung stehen. [ria-novosti]