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19-05-2012 Moskau Aktuelles
Moskau verbietet erneut Demonstration von Homosexuellen


Moskau – Die Stadtverwaltung von Moskau hat erneut eine "Gay Pride"-Demonstration von Homosexuellen in der russischen Hauptstadt verboten. Wie die Organisation GayRussia am Freitag mitteilte, informierte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden die Veranstalter, dass die für Ende Mai geplante Parade wegen der erwarteten "negativen Reaktion in der Gesellschaft" nicht genehmigt werden könne. Die russische Öffentlichkeit werte eine solche Kundgebung als "Provokation", die Kindern und Jugendlichen "moralischen Schaden" zufüge.




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Der Homosexuellen-Aktivist Nikolai Alexejew hatte beantragt, am Sonntag kommender Woche mit bis zu 1.000 Teilnehmern zum Revolutionsplatz am Kreml ziehen zu dürfen. Er sei bereit gewesen, auch jeden anderen Ort zu akzeptieren und auf "Obszönität und Nacktheit" zu verzichten, teilte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Alexejew will eine Beschwerde gegen das Demonstrationsverbot einlegen, die Parade zur Not aber auch ohne Genehmigung abhalten. Die Veranstalter bereiteten sich bereits auf "Zusammenstöße" vor.

Im März war in St. Petersburg ein Gesetz in Kraft getreten, das "Propaganda" für Homosexualität und Pädophilie verbietet. Alexejew war Anfang Mai der erste Homosexuellen-Aktivist, der aufgrund der neuen Gesetzgebung verurteilt wurde. Er muss eine Geldstrafe zahlen, weil er in der zweitgrößten Stadt Russland gegen die Diskriminierung von Homosexuellen protestierte.
[russland.RU]
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