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11-07-2011 Moskau Aktuelles
Auch Ministerien von Platznot in Moskau betroffen


Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin ist bereit, mit seinem ganzen Amt von der Iljinka im Zentrum von Moskau nach außerhalb des Autobahnrings, der als eine Art Grenze von Moskau gilt, umzuziehen. "Das Wohin halte ich nicht für wichtig, wir könnten auch nach jenseits des Autobahnringes umziehen. Warum nicht, wenn man uns eine Fläche zur Verfügung stellt?" sagte er vor Journalisten.




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Er gab zu, dass sein Ministerium "es jetzt im Stadtzentrum etwas zu eng hat". Als Beispiel nannte er die schneller als geplante Einführung von energiesparenden Technologien im Finanzministerium und im russischen Schatzamt (beide liegen in der Iljinka). Da das Russische Schatzamt ein "unvorstellbar mächtiges Computersystem" hat, mussten neue Technologien eingeführt werden, und jetzt seien selbst in seinem Arbeitszimmer alle Lampen energiesparend. Außerdem seien die Mitarbeiter des Finanzministeriums im Augenblick über ganz Moskau verstreut und er müsse bei der Stadt Gebäude mieten. Deshalb sei es vernünftig, einen "Finanzkomplex mit großen Energiekapazitäten und kreuzungsfreien Straßenknotenpunkten" zu schaffen.

"Ein internationales Finanzzentrum bedeutet die Durchführung von Transaktionen in ganz Russland, es kann nirgendshin umziehen, weil wir ein solches Büro nicht haben", antwortete der Finanzminister auf die Frage nach der eventuellen Unterbringung des internationalen Finanzzentrums jenseits des Autobahnrings. "Versteht man unter einem internationalen Finanzzentrum die Unterbringung von Börsen und Banken, so halte ich einen Umzug des Finanzministeriums und die Schaffung eines Finanzservices an einem gemeinsamen Platz für durchaus vernünftig", und erläuterte, dass z. B. der Steuerdienst und die russische Behörde für Finanz- und Haushaltsaufsicht ganz gut "unter einem Dach" arbeiten könnten.
[russland.RU]
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