MH17: Gemeinsames Ermittlungsteam kann russische Radardaten nicht lesen

Vom russischen Verteidigungsministerium gezeigtes Bild. Screenshot aus dem Ruptly-YouTube-Video
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(Florian Rötzer) Wird die Aufklärung verschleppt? Angehörige von Opfern äußern wachsende Skepsis

Seit einigen Tagen ist ein Konflikt zwischen Russland und dem Gemeinsamen Etmittlungsteam (JIT) unter niederländischer Führung ausgebrochen. Das JIT hat den Auftrag, strafrechtlich die Verantwortlichen für den Abschuss der MH17 am 17. August 2014 zu ermitteln.

Im vorläufigen Bericht, der im September des letzten Jahres veröffentlicht wurde, hat sich JIT darauf festgelegt, dass MH17 mit einer Buk-Rakete getroffen wurde, die in der Nähe von Pervomaiskiy von einem damals von pro-russischen Kämpfern kontrollierten Gebiet abgeschossen wurde (Die Separatisten waren es).

Die Ermittlung verwies dabei auf die Mithilfe der ESA sowie auf einen amerikanischen Bericht, der die These bestätigt und angeblich glaubwürdig macht, dass die ukrainischen Luftabwehrsysteme dazu nicht in der Lage gewesen seien und ein Abschuss durch eine Luft-Luft-Rakete von einem anderen Flugzeug, was die russische Seite ins Spiel gebracht hatte, auszuschließen sei.

Die Ermittlung sucht weiterhin nach Zeugen, auch nach Insidern, sowie nach Menschen, die in vom ukrainischen Geheimdienst abgehörten Gesprächen Personen erkennen. Fortschritte wurden bislang nicht mitgeteilt.

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