MH-17: Weitere Vorwürfe gegen Kiew

MH-17-Trümmer Bild niederländisches Verteidigungsministerium
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[Florian Rötzer] Eurocontrol soll wegen der Risiken zur Sperrung des Luftraums über dem Kriegsgebiet geraten haben, wozu die Ukraine nicht bereit gewesen sei.

In Deutschland hat der Anwalt Elmar Giemulla, ein Experte für Flugrecht, für zwei Angehörige von Opfern des Absturzes von MH-17 Klage auf Schadensersatz gegen die ukrainische Regierung erhoben. Trotz des bekannten Risikos habe die ukrainische Regierung nicht den Luftraum gesperrt und einen Abschuss riskiert (MH17: Klage gegen die ukrainische Regierung). Familien von 8 australischen Opfern wollen auch gegen Malaysia, die Ukraine und Russland klagen.

Angeschlossen hat sich vor wenigen Tagen der Militärexperte Siemon Wezeman vom Stockholmer Institut für Friedensforschung (SIPRI). Er verwies darauf, dass am 14. Juli von Separatisten eine ukrainische Militärmaschine aus der Höhe von 6.500 Meter abgeschossen worden sei. Die ukrainische Regierung habe davon ausgehen können, dass es schwere Flugabwehrsysteme gibt. Fraglich allerdings ist, ob die Militärmaschine tatsächlich so hoch geflogen ist. Es gibt widersprechende Angaben. Auf jeden Fall hatten Journalisten vergeblich bei der ukrainischen Regierung nachgefragt, warum der Luftraum nicht gesperrt wurde (MH17: Kiew gerät zunehmend in Kritik).

Dieses Thema scheint sich allerdings weiterhin zu verdichten, was klar machen würde, warum die ukrainische Regierung blockt, die vielleicht den Flugraum nur deswegen nicht gesperrt hatte, weil man auf die Einnahmen durch die Überflugrechte nicht verzichten wollte, wie Giemulla mutmaßt.

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