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01-09-2004 Metroanschlag 31.8.2004
Luschkow: Attentäterin zündete ein Kilogramm Sprengstoff
Bei dem Selbstmordattentat vor einer Moskauer Metrostation sind nach jüngsten Angaben mindestens zehn Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden. Das teilte ein Sprecher des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB am Dienstagabend mit.

Über die Zahl der Verletzten lagen zunächst keine genauen Angaben vor. Während der FSB-Sprecher die Zahl 33 nannte, sprach ein anderer offizieller Vertreter von 37 Verletzten.

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow sagte, eine Attentäterin haben die Explosion mit einer Ladung von einem Kilogramm Sprengstoff ausgelöst. Die Polizei ging dagegen von 300 bis 400 Gramm TNT oder einem vergleichbaren Stoff aus; die Bombe sei mit Metallteilen gefüllt gewesen. Laut Luschkow wollte die Frau zunächst in die Metro gehen, sei dann aber aus Angst vor Polizisten auf halbem Weg umgekehrt. Nach Angaben von Augenzeugen standen Polizisten am Eingang zu der Station Rischskaja im Norden der russischen Hauptstadt. Auch der FSB ging davon aus, dass der Anschlag von einer Frau verübt wurde.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Moskau wurden unterdessen verschärft. Wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS unter Berufung auf einen Sprecher der städtischen Sicherheitsdienste meldete, wurde die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit angehalten. Zusätzliche Patrouillen mit Sprengstoffhunden sollten Metrostationen, Bahnhöfe und Flughäfen kontrollieren.

Vor einer Woche waren bei der Explosion einer Bombe an einer Bushaltestelle im Süden von Moskau vier Menschen verletzt worden. Wenige Stunden später explodierten bei zwei fast zeitgleichen Anschlägen zwei Flugzeuge. Dabei starben 90 Menschen.