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31-08-2004 Metroanschlag 31.8.2004
Mindestens acht Tote bei Autobombenanschlag vor Moskauer Metro
Bei einem Selbstmordattentat vor einer Moskauer Metrostation sind am Dienstagabend mindestens acht Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Der Anschlag sei von einer Frau verübt worden, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Inlandsgeheimdienst FSB.

Die Explosion ereignete sich gegen 18.15 Uhr MESZ vor der Station Rischskaja im Norden der russischen Hauptstadt, berichtete Interfax unter Berufung auf Quellen im Katastrophenschutzministerium. Unter den Verletzten befanden sich laut RIA Nowosti auch Kinder.

In ersten Berichten war von zwei explodierten Autos vor dem Eingang zu der Metrostation die Rede. Die Explosion war einem AFP-Reporter zufolge kilometerweit zu hören. Die Bombe sei mit Bolzen und weiteren Metallteilen gefüllt gewesen und in einem Auto der Marke Lada explodiert, berichtete Interfax unter Berufung auf erste Ermittlungen der Polizei. Augenzeugen hätten beobachtet, wie das Auto von einem Mann mittleren Alters fünf Minuten vor der Explosion nahe der Metrostation abgestellt wurde, berichtete der russische Fernsehsender "Perwij Kanal".

An der Metrostation brach Fernsehberichten zufolge ein Feuer aus, das bald gelöscht werden konnte; Fensterscheiben im Eingangsbereich der Station waren zerborsten. Rettungsmannschaften waren vor Ort. Die Station war umgehend geschlossen worden. Bei der Explosion einer Bombe an einer Bushaltestelle im Süden von Moskau waren vor genau einer Woche vier Menschen verletzt worden. Wenige Stunden später wurden bei einem Terroranschlag zwei Flugzeuge zur Explosion gebracht. Dabei starben 90 Menschen.