Merkel und Hollande auf Friedensmission

Merkel, Poroschenko, Hollande Foto president.gov.uaMerkel, Poroschenko, Hollande Foto president.gov.ua
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[Florian Rötzer] Ohne die USA, an die sich aber die ukrainische Regierung anlehnt, versuchen Deutschland und Frankreich die Eskalation zu stoppen.

Wohl nicht nur wegen des eskalierenden Konflikts in der Ostukraine, wo gerade die Separatisten Erfolge zu erzielen scheinen, sondern auch zur Einstimmung auf die Sicherheitskonferenz ist US-Außenminister Kerry gestern noch nach Kiew gereist.

Auch Merkel und Hollande fuhren noch schnell nach Kiew und heute weiter nach Moskau, um einen neuen Vorschlag zur friedlichen Lösung zu erarbeiten, genannt: „diplomatische Offensive“. In Moskau hat Putin deswegen den Sicherheitsrat einberufen. Die Ukraine könnte verhandlungsbereit sein, weil die Pleite näher rückt. Und Russland leidet auch wirtschaftlich.

Während in den USA die Stimmen lauter werden, Waffen an die Ukraine zu liefern, und auch der ukrainische Poroschenko dazu aufruft, widersetzen sich Deutschland und Frankreich dem Ansinnen und wollen stattdessen noch einmal einen anderen Weg als den offen militärischen suchen – offenbar unabhängig von der USA, was auch darauf hinweist, dass es in der transatlantischen Achse, die durch den Russland-Konflikt zusammengeschweißt wurde, durchaus Unstimmigkeiten gibt.

Zwar schloss auch US-Vizepräsident Biden vorerst Waffenlieferungen aus, man will schließlich nicht direkt in die Kämpfe verwickelt werden und letztendlich in einem Krieg mit Russland landen, drückt aber weiter darauf, neue Sanktionen zu verhängen und Russland zurückzudrängen.

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