Mehr als 30.000 Ausländer seit Jahresbeginn aus Russland ausgewiesen

Mehr als 30.000 Ausländer seit Jahresbeginn aus Russland ausgewiesen

Seit Anfang des Jahres 2024 sind mehr als 30.000 ausländische Staatsbürger aus Russland ausgewiesen worden, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Nach Angaben der offiziellen Vertreterin des russischen Innenministeriums Irina Wolk hat die Polizei 100.000 Ausländern die Einreise verweigert, das sind 55 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Innenministerium teilte mit, dass nach den Ergebnissen der ersten Etappe der Operation „Illegal-2024“ in der Woche vom 3. bis 9. Juni etwa 50.000 Straftaten im Bereich der Migration unterdrückt wurden. In dieser Zeit wurden mehr als 9.000 Ausländer administrativ des Landes verwiesen und abgeschoben.

Mehr als 6.000 skrupellose Arbeitgeber, die Ausländer illegal beschäftigten, wurden bei der Aktion entlarvt. Mehr als 11.000 Ausländern wurde die Einreise nach Russland verweigert. Mehr als 2.000 Strafverfahren im Zusammenhang mit der Organisation illegaler Migration und fiktiver Migrationsregistrierung wurden eingeleitet, teilte die Agentur mit. Zudem seien rund 150 gesuchte Personen identifiziert worden.

Am Vortag hatte die Staatsduma in erster Lesung einen Gesetzentwurf über die Einführung eines Ausweisungssystems für Ausländer, die keine Gründe für einen legalen Aufenthalt in Russland haben, angenommen. Mitte Mai kündigte Innenminister Wladimir Kolokolzew den Beginn der Arbeiten an der Reform des Migrationsregimes und der Kontrolle des Aufenthalts von Migranten an. Das Ministerium hat einen Gesetzesentwurf vorbereitet, der die Aufenthaltsdauer von Ausländern in Russland auf 90 Tage pro Jahr reduziert.

[hrsg/russland.NEWS]

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