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04-08-2004 Komi
Bergungsmannschaften im Bergwerk Sewernaja im Einsatz
Im Bergwerk Sewernaja in Workuta (die Republik der Komi im Norden Russlands) sind die Bergungsmannschaften neun Meter tief in die Einsturzmassen eingedrungen, die neun Kumpel in der Grube eingesperrt hatte.

Wie der Diensthabende des Amtes Zivilverteidigung und Katastrophenschutz in der Republik der Komi telefonisch mitteilte, hatte sich der Einsturz am Dienstagabend in 565 Meter Tiefe ereignet. 147 Bergarbeiter konnten nach der Havarie geborgen werden. Einer von ihnen wurde mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

"Die Bergungsarbeiten werden praktisch in Handarbeit geführt, weil die notwendige Technik noch nicht zugestellt wurde", teilte der Diensthabende mit.

Die Bergungsmannschaften versuchen nun, sich aus drei Richtungen den eingesperrten Kumpeln anzunähern. Im Amt Zivilverteidigung und Katastrophenschutz konnte man nicht sagen, wie stark die Einsturzmassen sind, die die Bergarbeiter von der Außenwelt trennen.

Vorerst konnte kein Kontakt mit den Bergleuten hergestellt werden. "Das Wichtigste besteht darin, dass es keine Explosion und keinen Brand gegeben hat, was uns darauf hoffen lässt, dass die Menschen am Leben sind", stellte der Sprecher des Amtes gegenüber RIA Nowosti fest.

Die Umstände der Havarie werden geklärt. Ein Operativstab der Bergungsarbeiten wurde gebildet. (RIA)