„Interim-Management steckt in Russland noch in den Kinderschuhen“

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Ein Interview mit Interim-Manager Hansjörg Müller, das einen sehr guten Einblick in russische Verhältnisse gibt.

[ostexperte.de] Hansjörg Müller war jahrelang in Führungspositionen in Russland tätig, legte dann eine Pause ein, um der „Russland-Schublade“ zu entkommen und war in vielen weiteren Ländern tätig. Nun darf es auch wieder Russland sein. Ein Interview mit dem Manager auf Zeit über Schwierigkeiten mit Tochtergesellschaften im Ausland, Drohungen, Vertrauens- und Misstrauensgesellschaften sowie Chancen in der momentanen Wirtschaftskrise in Russland. 

Herr Müller, Sie bieten Ihre Dienste als Interim-Manager für Russland und weitere Länder an und positionieren sich als „Problemlöser“ für Konzerne und für inhabergeführte mittelständische Unternehmen. Welche Probleme lösen Sie? 

Es ist immer der Klassiker: Die Tochterfirmen im Ausland laufen nie so, wie sie sollen. Das örtliche Management ist manchmal geneigt, mehr an sich selbst zu denken, als an das Wohl der Mutterfirma oder schon gar nicht an das Wohl des westlichen Inhabers. Das ist branchenunabhängig und sowohl im Handel als auch in der Produktion zu finden.

Gerade im osteuropäischen Bereich stoße ich zum Beispiel häufig auf das Phänomen, dass in der Buchhaltung gewisse „Sonderprovisionen“ für das örtliche Management versteckt werden. Die finde ich dann und entlasse die Leute. Damit helfe ich den westlichen Inhabern, die Kontrolle über die Tochterfirma wiederzuerlangen.

Ich habe schon einige Firmen im Hinblick auf Compliance gesäubert und das tue ich weltweit – nicht nur in Russland. Dort, wo man mich braucht. Ich spreche neben Russisch und Englisch noch weitere Sprachen wie Tschechisch und Spanisch.

Aber Leute entlassen ist nicht Ihre einzige Lösung. Was machen Sie noch?

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