“Herr Minister, schützen Sie uns vor dieser Organisation!”

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Wie eine Frage an den russischen Industrieminister in Berlin für den größten Applaus sorgte.

Bei dem Treffen der deutschen Wirtschaft mit dem russischen Industrieminister in Berlin ging alles zunächst seinen gewohnten Gang. Die deutschen Vertreter sprachen sich gegen die Sanktionen und für einen “Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok“ aus und die russische Delegation warb um Investitionen und Produktionslokalisierung in Russland. Am Ende sorgte aber eine kritische Frage für den größten Applaus der Veranstaltung.

Deutsche Vertreter gegen Sanktionen, russische Vertreter für Investitionen

Am Montag trafen sich in Berlin deutsche Wirtschaftsvertreter mit dem russischen Minister für Industrie und Handel, Denis Manturov. Bei einer Veranstaltung im Haus der Deutschen Wirtschaft mit dem Titel „Deutsch-Russischer Wirtschaftsdialog“ forderten die deutschen Vertreter, Eckhard Cordes vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und Volker Treier vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), ein Ende der Sanktionen. Einen “Einstieg in den Ausstieg aus den Sanktionen“. Soweit nichts Neues. Das war immer wieder gefordert worden und, dass die deutschen Unternehmen in Russland die Sanktionen überwiegend ablehnen und für wirkungslos erachten, ist ebenfalls nicht neu und zeigt sich in diversen Umfragen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.

Minister Manturov warb gemeinsam mit den beiden mitgereisten Gouverneuren aus den Regionen Uljanowsk und Krasnodar für Russland als Investitionsstandort. Ebenfalls nicht unerwartet. Man brauche ausländische und gerade deutsche Investitionen und Unternehmen, die in Russland lokalisierten. Dazu hatte Manturov das Konzept der Special Investment Contracts mitgebracht, dass eine schnellere Bearbeitung von Investitionsanträgen vorsieht. 90, maximal 100 Tage soll die Bearbeitung nun dauern. Damit soll die Produktionslokalisierung stimuliert werden.

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