Einkommenssteuer: Wie viel verdient der russische Präsident?

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Finanzamt Moskau – Im Zusammenhang mit den „Panama-Papers“ wurde das Thema wieder brandaktuell. Was verdient eigentlich Präsident Putin pro anno? Gemunkelt wurde schon viel, aber die Finanzbehörde hat die Zahlen. Und um sicher zu gehen, dass nicht wieder wie wild umher spekuliert wird, sind jene auch gleich auf der offiziellen Kreml-Seite einzusehen.

Blicken wir auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Russland durchläuft eine Wirtschaftskrise, irgendwo und irgendwie muss gespart werden. Anders als mancherorts üblich entschließt sich der russische Präsident, Wladimir Putin, die Misere nicht am untersten Rand der Gesellschaft lösen zu wollen, sondern appelliert zuerst an sich selbst. Der, der sich selbst gerne mit Kranichflügen, Tigerstreicheln und transrussischen Fahrten mit dem Lada inszeniert, ging wieder einmal mit gutem Beispiel voran.

Putin kürzte sein eigenes Gehalt um zehn Prozent und ließ zudem die Bezüge von Ministerpräsident Dmitri Medwedew sowie weiteren hohen Beamten, ebenfalls um zehn Prozent, stutzen. Laut den Unterlagen der Behörde verdiente der Präsident im Geschäftsjahr exakt 8,8 Millionen Rubel, das entspricht umgerechnet etwa 118.500 Euro.

Selbstverständlich gehen mit dem Vermögen auch ein paar private Liegenschaften einher. Die belaufen sich laut dem Finanzamt auf ein Grundstück, eine Wohnung mit 77 Quadratmetern sowie einer Kleineren mit153 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen noch eine Garage mit 18 Quadratmetern und ein Garagenstellplatz mit ebenfalls 18 Quadratmetern.

Und weil ein Präsident in diesem riesigen Russland natürlich nicht immer nur zu Fuß gehen kann, braucht er auch einen fahrbaren Untersatz. Demnach gehören zu Putins fahrbarem Vermögen zwei „Wolga“-Oldtimer Gaz M-21 und Gaz M-21-R sowie ein moderner Lada „Niwa“. Der darf dann auch den kleinen Anhänger „Skif“ hinter sich herziehen.

[mb/russland.RU]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.