Die Türkei ist bei den Sanktionen gegen Russland der lachende Dritte

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Das Land steigert seine Lebensmittelexporte und hat mit Gazprom vereinbart, die Kapazität der Blue-Stream-Pipeline maximal auszulasten.

[Florian Rötzer] Während die Türkei von den anderen NATO-Staaten und der US-Regierung gedrängt wird, sich am Krieg gegen den Islamischen Staat zu beteiligen und den Kurden in Kobane beizustehen, will die türkische Regierung strikt ihre eigenen Interessen durchsetzen, verlangt direkte Unterstützung von NATO-Truppen und vor allem die Einrichtung eines Schutzgebiets für Flüchtlinge mit einer Flugverbotszone. Das würde für Ankara eine Kontrolle der kurdischen Gebiete in Syrien ermöglichen. Bis auf Frankreich, wo der türkische Außenminister seinen französischen Kollegen heute treffen wird, sind die anderen Nato-Staaten von der Idee einer Schutzzone nicht angetan, zumal dazu eigentlich eine Resolution des UN-Sicherheitsrats notwendig wäre.

Wegen des Konflikts mit Russland bemühen sich allerdings die US-Regierung und die anderen NATO-Staaten nicht einmal darum, Russland, das selbst gegen islamistische Terroristen im eigenen Land kämpft, beim Krieg gegen den IS ins Boot zu holen, obgleich Washington derzeit mit dem von Moskau unterstützten Assad-Regime eine Stillhalteabkommen pflegt. Das syrische Regime bietet sich schon seit geraumer Zeit als Partner im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus an und wird darin von Russland unterstützt.

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