Die Neue Seidenstraße (I)

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Bei zunehmenden Spannungen zwischen China und den westlichen Mächten bemüht sich die deutsche Kanzlerin auf ihrem aktuellen Besuch in Beijing um den Ausbau der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation.

Der Bestand deutscher Investitionen in der Volksrepublik ist – bei weiterhin steigender Tendenz – 2014 auf rund 60 Milliarden Euro angewachsen; das ist mehr als in jedem anderen Land außer den USA und nur wenigen EU-Staaten. Wirtschaftsvertreter machen sich für eine stärkere deutsche Beteiligung an einem chinesischen Billionenvorhaben stark, das unter dem Motto „Neue Seidenstraße“ Ostasien und Europa enger aneinander binden soll.

Bei dem Projekt, das auch bei den heutigen Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen debattiert wird, geht es um den Ausbau des Land- und des Seetransports. Der Zugverkehr von Chongqing nach Duisburg soll ebenso intensiviert werden wie der Seehandel durch das Südchinesische Meer und den Indischen Ozean bis ins Mittelmeer. Während deutsche Firmen auf lukrative Geschäfte hoffen, warnen Strategen, die Neue Seidenstraße könne Beijing helfen, seinen globalen Einfluss auszubauen – und letztlich die weltweite Dominanz der westlichen Mächte zu brechen.

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