Der deutsche Konflikt über die Russlandpolitik

World Socialist Web Site geht ebenfalls auf den Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“ und auf die Kritiker dieses Aufrufs ein.

Nach ihrer Meinung ist es „bezeichnend, dass im Aufruf jeder Hinweis auf die „westlichen Werte“ und die „Partnerschaft mit den USA“ fehlt, wie er sonst in keiner Erklärung zur deutschen Außenpolitik fehlen darf. Stattdessen erklären die Autoren, dass Deutschland eine „besondere Verantwortung“ habe, und betonen: „Die deutsche Regierung geht keinen Sonderweg, wenn sie in dieser verfahrenen Situation auch weiterhin zur Besonnenheit und zum Dialog mit Russland aufruft.

Die Unterzeichner des Aufrufs „Wieder Krieg in Europa?“ wissen oder ahnen, dass in dieser von nationalen Konflikten geprägten Welt die USA und nicht Russland der größte Rivale Deutschlands sind. Sie sprechen nicht für einen „friedliebenden“ Flügel der herrschenden Eliten, sondern für jenen Teil, der die imperialistischen Interessen Deutschlands selbständiger, und vor allem unabhängiger von den USA, vertreten will.“

Gemäß ihrer sozialistischen Überzeugung weichen die Schlussfolgerungen aus der Gesamtdiskussion von denen der streitenden Parteien ab:

„Die Gefahr eines dritten Weltkriegs, die sie so drastisch schildern, kann nur durch eine unabhängige Bewegung der Arbeiterklasse verhindert werden. Diese darf sich keinem Flügel der herrschenden Eliten unterordnen, sondern muss sich international zusammenschließen und das kapitalistische System, die Ursache der Kriegsgefahr, durch eine sozialistische Gesellschaft ersetzen.“

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