Offizielle Erklärung der Behörde zum Fall des Messerstechers in Surgut

Mehrere deutsche Zeitungen berichteten gestern, am Samstagnachmittag, gleichlautend:
„Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Messerangriff in der sibirischen Stadt Surgut für sich reklamiert. Der Angreifer habe zu den „Soldaten des Islamischen Staates“ gehört, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Samstag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.“

Heute, Sonntagmorgen 9 Uhr 23 meldet die russische Nachrichtenagentur TASS:
Die Ermittlungsbehörde informierte, dass bei der Untersuchung der Tat und ihrer Hintergründe bislang alle möglichen Versionen in Betracht gezogen werden.

Der Angriff eines Mannes mit einem Messer auf Passanten in Surgut wurde der Föderalen Ermittlungsbehörde Russlands (vergleichbar mit dem FBI) übertragen. Dies teilte die offizielle Vertreterin der Ermittlungsbehörde, Svetlana Petrenko, mit.

„Im Zusammenhang mit der breiten öffentlichen Aufmerksamkeit wurde der Fall unter dem Straftatbestand des versuchten Mord in Surgut auf Anweisung des Vorsitzenden der Föderalen Ermittlungsbehörde, Alexander Bastrykin, der Zentrale übertragen“, sagte sie.

„Die Umstände des Vorfalls und die Motive des Angreifers werden derzeit ermittelt.“ Im Moment werden alle möglichen Versionen des Verbrechens geprüft“, sagte Petrenko. Sie betonte, dass „alle objektiven und damit zuverlässigen Informationen über das Geschehene nur aus einer offiziellen Quelle kommen können – von der Ermittlungsbehörde, in deren Zuständigkeit diese Straftat liegt.“

Am 19. August hatte in Surgut, Gebiet Chanty-Mansisk-Ugry (Nordost-Sbirien), ein mit einem Messer bewaffneter Mann Passanten angegriffen und sieben Personen verletzt. Polizisten erschossen den Angreifer. Dessen Identität wurde inzwischen festgestellt: Es handelt sich um einen 19jährigen Einwohner der Stadt und man überprüfe Informationen über mögliche psychische Abweichungen.

Im Strafverfahren wurden gerichtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen angeordnet sowie die Wohnung des Angreifers durchsucht.

Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Gouverneur der Chanten und Mansen meldet am Sonntag, vier von sieben Verletzten seien in kritischem Zustand, einer von ihnen in schwerem und zwei in mittelschwerem.

[hmw/russland.NEWS]




Putin auf der Krim [Video]

Vor wenigen Tagen besuchte Russlands Präsident Putin die jetzt russische Halbinsel Krim.

Unser Beitrag erläutert die aktuellen Probleme der Habinsel, die ungebrochen zwar weiter den Wechsel nach Russland unterstützt, auf der jedoch die Euphorie unmittelbar nach dem Wechsel weitgehend verflogen ist.

Ab Anfang September starten wieder unsere regelmäßigen Videoreihen mit Julia, den Anna´s und Ariana. Bis dahin gibt es aber auch immer wieder Clips zu aktuellen Ereignissen.

https://www.youtube.com/watch?v=aZusWyPKZX8




Türkei wird wieder Tomaten nach Russland liefern

Russland und die Türkei erörtern zurzeit die Aufhebung der Beschränkungen für die Lieferungen von türkischen landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf den russischen Markt, so der russische Energie-Minister Alexander Novak am Freitag zu Reportern.

Vorgespräche hätten vor wenigen Tagen in Izmir stattgefunden. Man einigte sich auf eine landwirtschaftliche Arbeitsgruppe die am 13. September tagen soll. Die beiden Landwirtschaftsministerien werden im Anschluss die Vereinbarungen treffen.

Man sei zuversichtlich, dass die Beschränkungen bis zum 20. Oktober aufgehoben werden können. Tatarstan wird der Gastgeber der bilateralen zwischenstaatlichen Kommissionssitzung am 20. Oktober sein.

Russland hat bereits fast alle Einschränkungen für die Einfuhr von türkischen Lebensmitteln beendet bis auf Tomaten, Paprika, Granatäpfel, Auberginen, verschiedene Salate und Kürbisse.

[hmw/russland.NEWS]




Ein weiterer Schritt weg vom Dollar

Der Iran kann ab nächstem Monat gemäß dem Programm „Öl-für-Ware“ Öl nach Russland liefern, teilte der russische Energie-Minister Alexander Novak Reportern am Freitag mit.

„Wir sind dabei, die letzten Details der die Praxis regelnden Dokumente fertig zu stellen. Ich denke, ich werde Ihre Frage in einem Monat genau beantworten können“, sagte Novak und bestätigte, dass ab diesem Zeitpunkt die Lieferungen beginnen können.

Moskau und Teheran vereinbaren zurzeit die Bedingungen für den Verkauf von 100.000 Barrel Öl pro Tag vom Iran nach Russland. Die Verrechnung erfolgt entweder physisch (Ware gegen Ware) oder swap-basiert (finanzielle Verrechnung).

[hmw/russland.NEWS]




Neuer Verteidiger des ehemaligen ukrainischen Präsidenten im Hochverratsprozess

Am 17.August hat das Kiewer Obolonski-Distrikt-Gericht dem Gesuch des Verteidigers des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch, Vitali Meschetschek, ihn von seinen Pflichten als Verteidiger zu entbinden, stattgegeben.

Der Anwalt geklärt seine Entscheidung damit, dass der Fall zu kompliziert sei, und er keine Möglichkeit habe, einen Assistenten zu engagieren.

Das Gericht beauftragte Maxim Gerasko von der Anwaltskanzlei Gerasko und Partner mit der Verteidigung. Gerasko ist bekannt geworden als Verteidiger des ehemaligen Leiters der Abteilung „Externe Überwachung des ukrainischen Innenministeriums“ Alexei Pukach, der wegen der Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Die nächste Anhörung im Hochverratsprozess gegen Janukowitsch wird am 7. September stattfinden.

[hmw/russland.NEWS]




Gerhard Schröder, Rosneft und seine Kritiker

[von Peter Nowak] Warum soll es verwerflicher sein, für Rosneft statt für VW zu arbeiten?

Gerhard Schröder und die SPD gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Es spricht für sich, dass ein Politiker, der es als eine besondere Auszeichnung empfindet, Genosse der Bosse zu sein, der mit der Agenda 2010 den Boom im deutschen Niedriglohnsektor zu verantworten hat, und der angibt, mit „Bild und Glotze“ regiert zu haben, vom aktuellen Kanzlerkandidaten als Mutmacher und Stimmungskanone angefragt wurde. Doch aufregen darüber könnten sich eigentlich nur die unermüdlichen Protagonisten von Rosa-Rot-Grün, die von einer solchen Konstellation noch immer einen Politikwechsels erhoffen.

Dabei war nie zu erwarten, dass sich die SPD von Schröder distanziert. Schließlich gehört er zur SPD wie auch Gustav Noske, der sich selber 1918 als Bluthund gegen aufmüpfige Arbeiter von den Freikorps feiern ließ. Bei der SPD ist er trotzdem nie in Ungnade gefallen und gehört weiterhin zum Partei-Inventar. Dass ehemalige SPD-Politiker wie ihre Kollegen aus anderen bürgerlichen Parteien später in die Wirtschaft gehen und dort hochdotierte Posten einnehmen, gehört ebenfalls zum politischen Spiel im Kapitalismus.

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Es wird eng für Saakaschwili

Die georgische Staatsanwaltschaft hat an die Strafverfolgungsbehörden einiger Länder, einschließlich der Ukraine, formelle Anträge geschickt, den ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili auszuliefern, teilte am Freitag die Staatsanwaltschaft auf Anfrage des Imedi-Fernsehsenders mit.

„In Bezug auf Michail Saakaschwili steht die Staatsanwaltschaft in Gesprächen mit den zuständigen Behörden in verschiedenen Ländern; alle notwendigen rechtlichen Verfahren sind im Gange“, schreibt die Staatsanwaltschaft. Ferner erklärt sie, dass Georgien einen Antrag auf Auslieferung von Saakaschwili an die Ukraine geschickt hat, und fügte hinzu: „Die georgische Staatsanwaltschaft arbeitet eng mit dem Büro der [ukrainischen] Staatsanwaltschaft zusammen.“

Die georgische Justizministerin Thea Tsulukiani erklärte am 31. Juli, Tbilisi sei bereit, Saakaschwilis Auslieferung aus jedem Land zu verlangen, in dem der ehemalige Präsident sich entscheiden werde, nach dem Verlust seiner ukrainischen Staatsbürgerschaft zu bleiben.

„Wenn es die Ukraine ist, sind alle gesetzlichen Verfahren abgeschlossen, und alle Beweise, die wir bis zum 15.02.2014 usammengefasst haben, wurden der ukrainischen Seite übergeben.“ Sollte er in anderen Ländern bleiben wollen, z.B. die USA,  werde man sich mit ihnen juristisch beraten und Auslieferungsvereinbarungen treffen, erklärte der Minister.

Saakaschwili war von Januar 2004 bis November 2007 und von Januar 2008 bis Mitte November 2013 Präsident Georgiens. Im November 2013 verließ er das Land zwei Tage vor Ablauf seiner Amtszeit und bevor der neue Präsident Giorgi Margvelashvili vereidigt wurde. Im Mai 2015 erhielt Saakaschwili die ukrainische Staatsbürgerschaft, was dazu führte, dass er seine georgische Staatsbürgerschaft durch Entscheidung des georgischen Präsidenten verlor.

Im Jahr 2014 lagen gegen den ehemalige Präsident Georgiens zahlreiche Anklagen vor und im Februar 2015 legte der georgische Generalstaatsanwalt dem ukrainischen einen Antrag auf Auslieferung Saakaschwilis vor. Der Antrag wurde abgelehnt.

Ab 30. Mai 2015 war Saakaschwili in der Ukraine Gouverneur von Odessa und trat am 9. November 2016 zurück. Am 26. Juli 2017 entzog ihm der ukrainische Präsident Pjotr ​​Poroschenko die ukrainische Staatsbürgerschaft. In der zweiten Julihälfte war Saakaschwili in den USA, ab Anfang August in Polen und dann in Litauen und Ungarn.

[hmw/russland.NEWS]




Außenministerium: Russland verdammt den Terroranschlag

Russland verurteilt den Terroranschlag in Barcelona, ​​erklärt das russische Außenministerium.

„Wir verdammen den Terroranschlag in Barcelona. Wir sind überzeugt, dass dieses Böse nicht gerechtfertigt werden kann. Wir übermitteln den Menschen in Spanien unser Mitgefühl, wir trauern mit Ihnen“, sagte das Ministerium auf seinem Twitter-Account.

Am Donnerstagnachmittag hat ein Kleintransporter im Geschäfts- und Touristenviertel Las Ramblas im Zentrum von Barcelona eine blutige Schneise von mehr als 530 Meter durch die dichte Menschenmenge gezogen.

Bisher meldet die katalanische Polizei 13 Tote und mehr als 100 Verletzte. Drei Verdächtige sind bisher festgenommen worden.

[hmw/russland.NEWS]




Putin verurteilt Anschlag in Barcelona

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem spanischen König sein Beileid bezüglich des heutigen Terroranschlags in Barcelona ausgesprochen, teilte die Pressestelle des Kremls mit.

„Wir verurteilen dieses grausame und zynische Verbrechen gegen Zivilisten entschlossen. Dieser Angriff zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, die Bemühungen der gesamten internationalen Gemeinschaft im kompromisslosen Kampf gegen den Terrors zu bündeln. “

Am Donnerstag ist ein Kleintransporter im Zentrum von Barcelona in eine Menschenmenge gerast. 13 Menschen sind dabei ums Leben gekommen und mindestens achtzig Menschen wurden verletzt. Die katalanische Regierung hat die Attacke als Terroranschlag eingestuft und eine dreitägige Trauerzeit verkündet.

Ob sich auch deutsche Staatsbürger unter den Opern befinden, ist bisher unklar. Der Täter soll nach letzten Informationen immer noch auf der Flucht sein.




Lösungsvorschlag des Dalai Lama mit einem Augenzwinkern

Der Dalai Lama hat dem Radiosender »Kommersant FM« eine Interview gegeben (nachzulesen auf Russisch hier), in dem er darauf hinwies, dass Liebe, Vergebung, Toleranz, Harmonie und Selbstdisziplin in allen Religionen die Grundbausteine für ein glückliches Leben seien – und die Hauptbotschaft sei die Liebe.

An mehreren Ereignissen in der neueren Geschichte, machte er ohne ein (politisches Blatt vor den Mund zunehmen) deutlich, wohin Gewalt führt.

Aber er wäre nicht er, wenn er nicht auch mit einem Augenzwinkern einen Vorschlag zur Lösung der derzeitigen Ost-Westbeziehungen gehabt hätte:

„Apropos Russland und Amerika … Wissen Sie, es ist mein Traum – das NATO-Hauptquartier zieht nach Moskau. Für die russische Mentalität [für die russischen Menschen] ist die NATO ein Symbol der feindlichen Kräfte. Wenn das NATO-Büro in Moskau ist, wird psychologisch alles einfacher, es entsteht das Gefühl, dass jetzt sie [die Russen] und die Amerikaner zusammen sind! Ich fürchte aber, dass ich nach einem solchen Vorschlag, nicht mehr nach Amerika herein gelassen werde! (Lacht.)

[hmw/russland.NEWS]