russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



25-02-2005 Gipfel in Bratislava
Russische Parlamentarier verweisen auf konstruktiven Dialog bei Gipfeltreffen
Der Vorsitzende des Staatsduma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten, Konstantin Kossatschow, erklärte, dass das am Vortage in Bratislava stattgefundene Treffen der Präsidenten Russlands und der USA "nicht zu einem gewöhnlichen Treffen", sondern zu einem detaillierten und konstruktiven Dialog geworden ist.

"Den Prophezeiungen der ‚Verfechter der Demokratie' zum Trotz hatte dieses Thema bei dem Treffen bei weitem keinen zentralen Platz eingenommen. Im Blickpunkt der Seiten hatten Fragen gestanden, die für Russland und die USA tatsächlich wichtig sind: Festigung der Sicherheit in der Welt, Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen und Nukleartechnologien, Kampf gegen den internationalen Terrorismus", sagte er. Außerdem hatten die Seiten Fragen der wirtschaftlichen Zusammearbeit behandelt: Energiedialog, Weltraumprogramme und die WTO-Mitgliedschaft Russlands.

Dass im Ergebnis der Verhandlungen über 20 konkrete Aufträge an die entsprechenden nationalen Ämter erteilt wurden, zeigt, dass dieses Treffen zu einem detaillierten und konkreten Dialog geworden war.

Als ausschlaggebend bezeichnete Kossatschow die Äußerung Bushs, dass der "Bereich der Differenzen zwischen Russland und den USA viel enger als das Gebiet der übereinstimmenden Interessen ist". Praktisch hat der US-Präsident bekräftigt, dass die unterschiedlichen Standpunkte "über Irak oder innerpolitische Prozesse in Russland keine unüberwindlichen Hindernisse für das Zusammenwirken in anderen Richtungen schaffen", meint der Parlamentarier.

Er hob auch hervor, dass das Treffen in ausschließlich wohlwollender Atmosphäre verlaufen war. "Skandale in den bilateralen Beziehungen, wozu die besonders radikal eingestellten Kongressabgeordneten und die amerikanische Presse den US-Präsidenten im Vorfelde des Gipfels unverkennbar gedrängt hatten, kamen nicht zustande", sagte Kossatschow.

Wie Andrej Kokoschin, Vorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für GUS-Angelegenheiten und Beziehungen mit den Landsleuten, betonte, hatte der Gipfel in Bratislava gezeigt, dass das Thema der internationalen Energiesicherheit im russisch-amerikanischen Zusammenwirken einen immer bedeutenderen Platz einnimmt.

Am Freitag sagte Kokoschin in einem RIA-Nowosti-Interview, dass "sich Russland in den letzten Jahren in den Augen nicht nur der USA, sondern auch vieler anderer Länder der Welt in eine Energiesupermacht verwandelt hat, mit der alle mächtigen Zentren der Weltwirtschaft - USA, Europäische Union, Japan, China und Indien - zusammenarbeiten wollen, die Hauptverbraucher von Energierohstoffen sind".

All das passiert vor dem Hintergrund des fortbestehenden hohen Grades an "geopolitischen Risiken" bei der Bestimmung der Weltmarktpreise für Energieressourcen, der vor allem mit der Instabilität im Nahen Osten zusammenhängt, fügte der Parlamentarier hinzu.

Er betonte auch, dass die ausländischen Analytiker bei ihren Bewertungen der Rolle Russlands "in der Energiegeopolitik" ständig im Auge haben, dass unser Land auch im strategischen Kernwaffenbereich eine Supermacht bleibt. (RIA)