russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



25-02-2005 Gipfel in Bratislava
USA verzichten auf Gewalt gegen Iran
Die USA haben nicht die Absicht, Gewalt gegen Iran anzuwenden, wollen aber über den UNO-Sicherheitsrat Druck auf dieses Land ausüben. Das teilte ein hochrangiger Vertreter der US-Administration nach dem Gipfel in Bratislava der RIA Nowosti mit.

"Eine militärische Lösung dieser Frage wird überhaupt nicht erörtert", versicherte er. "Aber wir haben die Absicht, diese Frage auf einer Tagung des Sicherheitsrates aufzuwerfen, um den Druck etwas zu verstärken."

Nach Meinung des Gesprächspartners der Agentur haben sich die Positionen der USA und Russlands zur Iran-Problematik in den letzten zwei bis drei Jahren angenähert.

"Wir teilen dasselbe Ziel, zu verhindern, dass Iran Kernwaffen bekommt, haben dabei aber etwas unterschiedliche Ansichten und Bewertungen des iranischen Regimes", erläuterte der Vertreter der US-Administration.

Auf das Nahost-Thema eingehend, das auch auf dem Gipfel Putin-Bush besprochen worden war, sagte er, dass sich die Entwicklungsperspektive nach dem Tod Yasser Arafats etwas geändert habe.

"Dort entsteht eine Situation, die Hoffnung gibt. Das ist wichtig, denn sowohl Abu Mazen als auch Ariel Sharon fühlen die Unterstützung durch unsere Länder sowie durch unsere europäischen Partner und Verbündeten", sagte der amerikanische Vertreter.

In seiner Stellungnahme zur Situation um Syrien erinnerte er daran, dass sich Russland bei der Abstimmung über die Resolution Nr. 1559 zu Syrien im UNO-Sicherheitsrat der Stimme enthalten hatte. Dennoch trat diese Resolution in Kraft. "Es gilt, sie zu achten und zu erfüllen. Und Russland unterstützt die USA in dieser konkreten Frage", sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Dabei hob er hervor, dass "sich Syrien in die im Frühjahr bevorstehenden Parlamentswahlen in Libanon nicht einmischen darf". (RIA)